Sonographische Verfahren

Die Sonographie (Ultraschall) ist bei der Diagnose und Behandlung von Gefäßerkrankungen, insbesondere der arteriellen Verschlusskrankheit und Venenleiden eine ganz besonders wichtige Therapiemethode, da sich Mediziner hiermit auf besonders schonende Art und Weise ein Bild der inneren Organe und Gefäße an fast jeder Körperstelle des Patienten machen können. Stark vereinfachend kann man sagen, dass bei der Sonographie Ultraschallwellen auf den Körper des Patienten gesandt werden, die der Körper dann je nach Art des Gewebes absorbiert oder reflektiert. Die reflektierten Wellen werden vom Ultraschallgerät erfasst und dann in bewegte Bilder umgewandelt. So erhält der Arzt eine Darstellung der Struktur, der Form und der Größe der untersuchten Körperteile. Insbesondere die Gefäße des menschlichen Körpers können gut mit Farb-Ultraschall oder neuen ungefährlichen Kontrastmitteln hervorragend untersucht und auch kleinste Veränderungen, Einengungen oder Verschlüsse dargestellt werden.

Chefarzt Dr. Nöldeke ist auf diesem Gebiet besonders versiert, weshalb seine Abteilung  Ausbildungsklinik der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) ist, also jedes Jahr vielen jungen Ärzten bundesweit die notwendige Expertise zur Verwendung dieser Technik vermittelt. Allen Patienten, die im Klinikum Garmisch-Partenkirchen behandelt werden, stehen die modernsten Verfahren der Doppler- und Duplexsonographie inklusive Farbdoppler, Powerdoppler, digitale Subtraktionsverfahren und Kontrastmittelsonographie (CEUS) zur Verfügung. Was hinter  diesen Begriffen zu verstehen ist, wollen wir nachfolgend kurz erläutern.

Schallköpfe zur Diagnostik
Ultraschallgerät
Ultraschallgerät

B-Bild- Sonographie | Die B-Bild-Sonographie verwendet hochauflösende Schallköpfe und kann dadurch kleinste Veränderungen darstellen. Daher dient sie der Darstellung von Gefäßen, Gefäßwänden und Strukturen im Inneren von Hohlräumen, von Wandablagerungen (Plaques) und der Kompressibilität ("Zusammendrückbarkeit") von Gefäßen.

Doppler-Sonographie |
Dieses Untersuchungsverfahren beruht auf dem so genannten Doppler-Effekt. Ein Schallkopf sendet Ultraschallwellen einer bestimmten Frequenz aus, die von sich bewegenden Partikeln, also zum Beispiel von fließendem Blut, in veränderter Frequenz zurückgespiegelt  werden. Die zurückgespiegelten Signale werden akustisch oder als Kurve auf dem Monitor erfasst und erlauben eine Aussage über die Richtung und die Flussgeschwindigkeit des Blutes. Flussbeschleunigungen sprechen z.B. für eine Verengung in den Gefäßen, weil an diesen Stellen das Blut schneller durchgepresst wird.

Hand-Doppler

Duplex-Sonographie | Diese Methode kombiniert die B-Bild-Sonographie mit der Doppler-Sonographie und erlaubt die Beurteilung der Flussverhältnisse eines Gefäßabschnittes an einer genau definierten Stelle.

Farbduplex-Sonographie |
Die Kombination von B-Bild-Sonographie und Duplex-Sonographie erlaubt, den Blutfluss in den Gefäßen in Farbe darzustellen. Man erhält somit zusätzliche Informationen zu Flussrichtungen und Strömungsgeschwindigkeiten (qualitativ), was für die rasche Diagnostik von Gefäßverschlüssen und Einengungen von großer Bedeutung ist. In den allermeisten Fällen kann aufgrund dieser Untersuchung auf strahlenbelastende Verfahren (z.B. Computertomographie ) verzichtet werden.

Digital-subtrahierter Ultraschall (B-Flow(R)) | Hier kann ebenfalls ohne jegliche Belastung des Patienten der reale Blutfluss in einem Gefäß dargestellt werden. Dabei werden kodierte Ultraschallsignale ins Gewebe gesandt und nur die Signale ausgewertet, die von einer anderen Lokalisation zum Schallkopf zurückkehren. Alle stationären Echo-Signale vom normalen Gewebe werden subtrahiert und dadurch eine Echtzeitanalyse des Blutflusses ermöglicht. Diese Methode ist hilfreich bei der Beurteilung von Blutflüssen in kleinen Gefäßen, bei langsamen Blutflüssen und drohenden Verschlüssen.

Ultraschall-Kontrastmitteluntersuchung |
Bei dieser hochmodernen Methode kann nach Gabe eines ungefährlichen und nicht belastenden Ultraschall-Kontrastmittels das Flussverhalten in den Gefäßen noch besser dargestellt werden. Insbesondere bei Patienten, die eine innere Gefäßstütze der Bauchschlagader bei Erweiterung (Aneuyrsma) erhalten haben, ersetzt diese Methode die Computertomographie (CT).

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