Condylome (SKA) (Synonym: Feigwarzen, Condylomata acuminata)

Condylome sind hoch ansteckende, sexuell übertragbare Genitalwarzen und werden durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht. Das typische Erscheinungsbild sind kleine Warzen am Scheideneingang, den Schamlippen oder in der Analregion, die zu größeren blumenkohlartigen Warzen verschmelzen können. Seltener können Feigwarzen auch in der Scheide oder am Muttermund auftreten.

Bei ca. 60 % der Bevölkerung finden sich Zeichen einer aktuellen oder früheren HPV Infektion. Die Mehrzahl der Infektionen verläuft ohne klinische Symptome nur in wenigen Fällen bilden sich Condylome aus. Symptome beim Partner können daher fehlen. Aufgetretene Condylome heilen in bis zu 30% der Fälle von selbst wieder ab. Typische aber nicht immer vorhandene Symptome sind Juckreiz und Brennen.
Da humane Papillomviren häufig in Zusammenhang mit einem erhöhten Krebsrisiko genannt werden, sei darauf hingewiesen, dass es sich bei den Erregern von Condylomen um sogenannte Niedrigrisikotypen handelt. Das Krebsrisiko ist daher nicht erhöht.

Die Behandlung der Condylome erfolgt entweder mit Medikamenten, die vom Frauenarzt verschrieben werden oder durch eine kleine Operation. Je nach Ausdehnung können mehrere Sitzungen nötig sein. Die operative Entfernung der Feigwarzen erfolgt in unserer Tagesklinik.

Ein Sonderfall sind Condylome in der Schwangerschaft: Gewöhnlich stellen Condylome keine Gefährdung der Schwangerschaft dar. In sehr seltenen Fällen aber kann es bei der Geburt zur Übertragung auf das Neugeborene kommen. Das richtige Vorgehen in der Schwangerschaft ist von Fall zu Fall verschieden und sollte daher gemeinsam mit dem behandelnden Arzt besprochen und festgelegt werden.