Myome

Myome sind gutartige Wucherungen der Gebärmutter. Sie bilden sich aus der Muskulatur der Gebärmutter, dem Myometrium, in Europa ist etwa jede 5. Frau Trägerin eines oder mehrerer Myome. Myome können ab der Pubertät entstehen, bilden sich meist jedoch erst ab dem 30. Lebensjahr und wachsen unterschiedlich schnell. Ein Teil der Frauen mit Myomen hat keinerlei Beschwerden. Abhängig von der Lage in der Gebärmutter können aber schon kleine Myome von 1-2 cm Probleme wie z.B. verstärkte Periodenblutungen verursachen. Die Betroffenen fühlen sich oft kraftlos und sind aufgrund der wiederkehrenden Blutverluste körperlich weniger belastbar. Andere Beschwerden wie Druckgefühl, Probleme beim Stuhlgang, häufiger Harndrang oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr treten hingegen seltener und meist erst dann auf, wenn die Myome eine bestimmte Größe erreicht haben.

Wann eine Behandlung nötig ist, hängt von den Beschwerden der Frau ab. Wenn ein Kinderwunsch besteht, kann eine Myombehandlung auch dann Sinn machen, wenn bislang keine Probleme aufgetreten sind, da Myome sowohl das Schwangerwerden als auch eine Schwangerschaft selbst beeinträchtigen können. In den meisten Fällen stellt eine operative Myomentfernung die beste Therapie dar. Dies wird an unserem Klinikum fast immer über eine Laparoskopie (siehe Minimalinvasive Chirurgie) durchgeführt. Dieses schonende Verfahren bietet den Vorteil einer schnellen Erholung und winziger Narben.