Samariumtherapie

Die Samariumtherapie lindert die Schmerzen bei Knochenmetastasen, die ungeordnet über das Skelett verteilt sind. Anders als bei der Bestrahlung von außen, gelangt der sogenannte Beta-Strahler durch einen Trägerstoff direkt in den Knochen an die Metastasen. Beta-Strahlen zeichnen sich durch ihre hohe Energie aber geringe Reichweite aus, was eine gezielte Bestrahlung der Knochenmetastasen ermöglicht.

Durch die verminderte Freisetzung schmerzhafter Stoffe aus der Metastase kann eine Schmerzlinderung von ca. 2 bis 4 Monaten erreicht werden. Die Samariumtherapie stellt somit, auch aufgrund ihrer guten Verträglichkeit, eine Alternative oder Ergänzung zur Schmerzbehandlung mit den nebenwirkungsreichen Opiaten dar. Das Verfahren kann mehrfach wiederholt werden.

Die Nebenwirkungen sind gering und auf das blutbildende Knochenmark beschränkt. Der behandelnde Hausarzt kontrolliert das Blutbild in regelmäßigen Abständen. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie werden vor Therapiebeginn durch eine Skelettszintigraphie bestätigt.

Bei ca. 80% der Patienten mit schmerzhaften Knochenmetasten im Rahmen eines Prostata- oder Brustkrebs kann durch die Samariumtherapie eine deutliche Schmerzlinderung erreicht werden.