Schlaflabor

Ein Schlaflabor ist eine Einrichtung innerhalb eines Krankenhauses, die dazu dient, den Schlaf von Patienten zu untersuchen. Das Untersuchungsverfahren nennt sich Polysomnographie, mittels derer verschiedene Körperfunktionen wie Hirnströme, Augenbewegungen, Atmung, Kreislauf, Muskelspannung und Sauerstoffsättigung des Blutes aufgezeichnet werden. Aufgrund dieser Messwerte kann am nächsten Morgen zum einen ein genaues Schlafprofil erstellt werden, was Rückschlüsse auf die Schlafqualität zulässt, zum anderen können Ursachen einer gestörten Schlafqualität erkannt werden.

Die häufigste Ursache eines gestörten Schlafes stellt die sogenannte Schlafapnoe („Atemaussetzer im Schlaf“) dar. In unserem Schlaflabor werden insbesondere Patienten mit diesem Krankheitsbild diagnostiziert und behandelt. Zunächst wird bei klinischem Verdacht auf eine Schlafapnoe (nächtliches Schnarchen, berichtete Atemaussetzer im Schlaf oder nicht-erholsamer Schlaf mit Tagesschläfrigkeit) ein sogenanntes Schlafapnoe-Screening durchgeführt. Dieses Screening wird insbesondere von niedergelassenen Lungenärzten, Kardiologen und HNO-Ärzten angeboten. Bei Bestätigung der Verdachtsdiagnose kann dann eine Anmeldung im Schlaflabor des Klinikums erfolgen.

In unserem Schlaflabor wurden 4 Messplätze eingerichtet, so dass pro Nacht bis zu 4 Patienten in Einzelzimmern untersucht werden können. Zur Schlaflaboreinheit gehört des weiteren ein Überwachungsraum, in dem die nächtliche Aufzeichnung auf Monitoren vom Nachtpersonal überwacht wird. Gewöhnlich verbringt der Patient je nach Fragestellung 1-4 Nächte im Schlaflabor.

Die Ärztliche Leitung des Schlaflabors hat der Pneumologe und Oberarzt Dr. med. Jürgen Schober und die leitende medizinische-technische Assistenz hat Regina Püschel übernommen, die zuvor das Schlaflabor in München-Großhadern geleitet hat. Während der Nacht wird die Aufzeichnung von speziell geschultem Nachtpersonal überwacht. Merkblatt zur Untersuchung im Schlaflabor hier herunterladen