Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)

Es handelt sich bei dieser Untersuchung um eine diagnostische Maßnahme, mit der Störungen der Erregungsbildung und Erregungsleitung des Herzens festgestellt werden können.

Information über die intrakardiale elektrophysiologische Untersuchung (EPU) Es handelt sich bei dieser Untersuchung um eine diagnostische Maßnahme, mit der Störungen der Erregungsbildung und Erregungsleitung des Herzens festgestellt werden können. Solche Funktionsstörungen werden aufgrund Ihrer Beschwerden (Herzunregelmäßigkeiten, Stolpern, Herzrasen, Schwindelanfälle, Bewusstlosigkeit oder auch nach Wiederbelebung) vermutet. Bei wenigen Patienten wird eine solche Untersuchung auch dann durchgeführt, wenn obige Beschwerden noch nicht aufgetreten sind. Dann sind in aller Regel Herzrhythmusstörungen aus anderen Untersuchungen, z. B. dem Langzeit-Ekg bekannt, welche für Sie von prognostischer Bedeutung sind, das heißt Ihre Lebenserwartung beeinträchtigen können. (Merkblatt zur Vorbereitung EPU als PDF hier herunterladen) Durchführung: Zur Untersuchung werden 2 bis 4 Elektrodenkatheter in verschiedenen Positionen des Herzens platziert. Dazu wird die rechte ( evtl. auch die linke) Leistenregion örtlich betäubt, die dort verlaufenden Gefäße (Vene, Arterie) punktiert. Nach Einführen von sog. Schleusen können die Katheter problemlos zum Herzen vorgeschoben werden, wobei zur komplikationslosen Platzierung eine Röntgendurchleuchtung angewandt wird. Wenn in der Vorgeschichte Anfälle von Herzrasen aufgetreten sind, wird im Rahmen der Untersuchung versucht, das Herzrasen erneut auszulösen, um eine genaue Diagnose zu stellen. In den meisten Fällen wird im Anschluss an die elektrophysiologische Untersuchung die Hochfrequenz-Katheterablations-Behandlung an geschlossen (siehe Teil 2).

Die Untersuchung dauert zwischen 20- 40 Minuten; je nach Fall können Sie während der Untersuchung mittels eines Schlafmittels (Benzodiazepin) schlafen, wenn Sie es wünschen sollten. Wird nur die Vene in der Leistenregion punktiert, müssen Sie 4 Stunden nach der Untersuchung liegenbleiben, bei Punktion der Arterie erfolgt ein Druckverband mit Liegezeit für 6-8 Stunden. Am Folgetag erfolgt eine Kontrolle der Leistenregion mit Ultraschall. In der Regel ist dann keine weitere Kontrolle mehr notwendig und die normale Beweglichkeit wieder möglich.

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