Zentrum für Geriatrie & Alterstraumatologie

Vor dem Hintergrund einer kontinuierlich steigenden Lebenserwartung im Allgemeinen und der Altersverteilung der im Landkreis Garmisch-Partenkirchen lebenden Menschen im Besonderen (dritthöchster Altersquotient in Bayern) hat das Klinikum Garmisch-Partenkirchen in enger Kooperation mit der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau mit einem Zentrum für Geriatrie & Alterstraumatologie Strukturen für eine hochqualifizierte Behandlung älterer Menschen geschaffen.
Die Verknüpfung einer hoch spezialisierten Inneren Medizin, der modernen Traumatologie und auch der Endoprothetik mit den spezifischen medizinischen Aspekten des Alterns ist eine der wesentlichen Herausforderungen der stationären Versorgung der Zukunft.

Das Zentrum für Geriatrie & Alterstraumatologie wird gemeinsam von den Fachabteilungen Zentrum Innere Medizin und Unfallchirurgie interdisziplinär betrieben. Alterstraumatologische als auch internistische Patienten werden geriatrisch versorgt. Bei entsprechender Indikation wird dabei zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Selbsthilfefähigkeit auch eine geriatrische Frührehabilitation angeboten werden. Dies bedeutet insbesondere, dass zwei Wochen zur Verfügung stehen, um dem Patienten nachhaltig zu helfen.

Geriatirisches Screening | Bei allen über 70jährigen Patienten wird bereits bei der Aufnahme ins Klinikum ein geriatrisches "Screening" durchgeführt. Dabei werden die Mobilität, der Pflegebedarf und die geriatrietypische Multimorbidität erfasst und mit Punkten bewertet.

Geriatrisches Konsil | Fallen zum Beispiel eine erhöhte Sturzgefahr, eine beginnende Demenz, chronische Schmerzen, eine allgemeine Gebrechlichkeit oder ein akutes Delir auf, wird über das Zentrum Innere Medizin ein geriatrisches Konsil angefordert. Im Rahmen des Konsils werden gemeinsam mit den behandelnden Ärzten und den zuständigen Pflegekräften gezielte geriatrische Maßnahmen eingeleitet, die darauf abzielen, die Mobilität und Selbsthilfefähigkeit des Patienten zu erhalten bzw. wiederherzustellen.

Zusammenarbeit | Ganz wesentlich ist die Überbrückung der Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Hausärzten ist die Vorrausetzung für eine gute Behandlung. Auch die Kooperation mit ambulanten Pflegediensten und stationären Pflegeeinrichtungen soll die Versorgung hochbetagter Menschen verbessern.

Behandlungsziel | Das Ziel der geriatrische Behandlung ist es immer, unter Berücksichtigung der besonderen Veränderungen des Alterungsprozesses, die Selbsthilfefähigkeit der Patienten zu erhalten oder wieder herzustellen und die Selbstbestimmtheit zu wahren. Das gilt insbesondere auch für Menschen mit Demenz, deren Angehörige ebenfalls Unterstützung erfahren sollen.

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