Die Abteilung für Pathologie berät und unterstützt die behandelnden Ärzte des
Klinikums Garmisch-Partenkirchen bei der Erkennung von Krankheiten, Therapie,
bzw. Kontrolle der therapeutischen Maßnahmen, wobei die endgültige Diagnose oft
erst durch den Pathologen erstellt wird.
Feingewebliche Untersuchungen von jeglichem operativ entferntem Gewebe oder
zur Diagnosesicherung entnommenen Gewebsproben werden in der Pathologie
untersucht. Das Spektrum reicht von kleinen Partikeln (z.B. Gewebsproben, die
aus der Speiseröhre, Magen- und Darmspiegelungen oder aus der Leber und Prostata
entnommen werden, bis hin zu Proben von größeren Organgen, wie z.B. Schilddrüse,
Magen, Gallenblase, Darm, Niere, Gebärmutter, Eierstöcke, Prostata,
Knochengewebe aus Hüft- und Kniegelenken.
Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit sind die sogenannten
Schnellschnitte, d.h. während einer Operation wird Gewebe in die Pathologie
gebracht. Hier werden Gefrierschnitte angefertigt und dem Pathologen zur
Begutachtung vorgelegt. Das Ergebnis wird innerhalb kürzester Zeit dem Operateur
mitgeteilt, da sein weiteres operativen Vorgehen von dem Befund des Pathologen
abhängig ist. Der Schnellschnitt wird hauptsächlich in der Tumordiagnostik -
gutartig/bösartig- angewandt.
Ein weiteres Aufgabenfeld sind die zytologischen Untersuchungen. Hierbei
werden Körperflüssigkeiten untersucht, wie z.B. von Ergüssen in den Brusthöhlen,
in der Bauchhöhle oder in den Gelenken. Sie helfen bei der Klärung der Ursache
dieser Ergüsse, vor allem zum Ausschluss bösartiger Geschwulstzellen in den
Flüssigkeiten. Die zytologischen Untersuchungen zur Krebsvorsorge sind
Bestandteil einer Präventivdiagnostik.
Es werden auch klinische Obduktionen (Sektionen) vorgenommen, um unbekannte
Krankheiten, Grund- und Folgeerkrankung oder die Todesursache festzustellen. Sie
sind ein wichtiger Bestandteil der Qualitätssicherung in der Medizin.