Krankenhaus -, 10.09.2007
URL: http://www.klinikum-gap.de/klinikum/Unfallchirurgie-Gelenkerhaltung.htm
Abteilung für Unfallchirurgie und Sportorthopädie: Arthrose Behandlung
Behandlungsmöglichkeiten der Arthrose
Unfälle durch Sport, im Straßenverkehr oder bei der Arbeit können die Gelenke bleibend schädigen. Seit Jahren wird in unserer Klinik das gesamte Spektrum der Gelenkchirurgie auf modernstem Niveau durchgeführt. Soweit möglich, werden die Operationen arthroskopisch oder arthroskopisch assistiert durchgeführt. Unterstützt wird der Operateur ferner durch die Möglichkeit der intraoperativen Röntgenkontrolle. Ist eine Arthrose (Verschleiß) erst einmal eingetreten, steht am Beginn der Beratung und Behandlung die genaue Befunderhebung mittels modernster Techniken.
Ergebnisorientiert bieten wir ein Stufenkonzept an:
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1. Konservativ: krankengymnastische, physikalische und elektrophysikalische Behandlung, spezielle Einlagenversorgung, sportartspezifische Beratung.
• Ernährung
(Gewichtsreduktion, Reduktion des tierischen
Eiweiß)
• Bewegung
• Dehnungsübungen
• Koordinationsübungen
•
Sportspezifisches Training
• Ganganalyse
• Schuhwerk anpassen
•
Physikalische Therapie
• Krankengymnastik
![]() Beginnender Knorpelschaden |
2. Arthroskopie: Glättung und Versiegelung der Gelenkoberflächen
3. Microfracturierung:
Bei der Microfracturierung wird
die knöcherne Grenzlamelle unter den Knorpeldefekten mit Spezialinstrumenten
perforiert. Hierdurch kommt es zum Austritt von Knochenmarkzellen in die
Defekte. Diese Zellen sind in der Lage einen Ersatzknorpel (Faserknorpel) zu
bilden.
4. Tragachsenkorrektur
Im Zusammenhang mit einer
arthroskopischen Operation kann die Belastbarkeit des von
innenseitiger Arthrose befallenen Knies durch Korrektur der Beinachse (z.B.
durch eine valgisierende Tibiakopfosteotomie) gesteigert werden und das
Voranschreiten von Verschleißerscheinungen hinausgezögert
werden.
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5. Knorpeltransplantation
5.2 Knorpelzellentransplantation
Bei mittleren bis
großen Knorpeldefekten, die durch ein Unfallereignis entstanden sind, besteht
die Möglichkeit, mit gezüchteten Knorpelzellen einen Knorpeldefekt aufzufüllen
und zur Ausheilung zu bringen. Für die Knorpelzellzüchtung wird ca. 4-6 Wochen
vor der geplanten Transplantation im Rahmen einer Arthroskopie (Kniespiegelung)
ein Stückchen Knorpel aus dem Gelenk entnommen werden. Aus diesem Knorpel werden
dann in einem Labor ausreichend Knorpelzellen gezüchtet, um den Defekt
aufzufüllen.
In einer zweiten Operation, die in der Regel offen, d. h. mit
einem großen Schnitt, werden die Knorpelzellen in flüssigem Zustand in den
Defekt gespritzt, der zuvor mit einem Stückchen Knochenhaut abgedeckt wird. In
den nächsten 4- 6 Wochen müssen sich die Zellen weiter vermehren und mit dem
umliegenden Knorpel und Knochen verwachsen.
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Bei fortgeschrittener Arthrose mit ausgedehnten Knorpelschäden und freiliegenden Knochenoberflächen müssen die Gelenke durch Endoprothesen ersetzt werden.
![]() Schultergelenksprothese |
In der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie werden routinemäßig künstliche Hüft- und Kniegelenke bei unfallbedingten Veränderungen sowie künstliche Schultergelenke und Sprunggelenke implantiert. Auf die Individualität Ihres Befundes wird genauestens eingegangen. Eine große Auswahl an Prothesenmodellen steht zur Verfügung. Hierbei kann aufgrund der Erfahrung in Anlehnung an Ihre individuellen Bedürfnisse das geeignete Prothesenmodell an Hand einer exakten Planung angeboten werden
![]() Sprunggelenksprothese |
Zunehmende Bedeutung gewinnt aufgrund der guten Ergebnisse der Ersatz des aufgebrauchten schmerzhaften Schulter- und Sprunggelenkes. Die neuen anatomiegerechten Prothesen an der Schulter berücksichtigen den komplexen Bewegungablauf mit den hohen Freiheitsgraden des Schultergelenkes. Eine entscheidene Rolle spielt für die gute Funktion der Schulterprothese die Rotatorenmanschette. Hier haben neue Konzepte zum entscheidenden Fortschritt beigetragen. Moderne Gleitpaarungen und hochwertige Werkstoffe mit guten Langzeitergebnissen und hoher Belastbarkeit sorgen für eine lange Lebensdauer.
Der anatomiegerechte Ersatz des Sprunggelenkes mit gelenkerhaltenden Gleitflächenersatz ist die moderne Alternative zur Versteifung des Sprunggelenkes. Vorzugsweise werden auch hier zementfreie Implantate verwendet.
Es werden auch gelockerte oder verschlissene Kunstgelenke gegen neue Implantate ausgewechselt (Revisionsoperationen).
Die Nachbehandlung erfolgt frühfunktionell, das heißt Sie können am Folgetag der Operation unter fachlicher Aufsicht eines speziell ausgebildeten Physiotherapeuten das Krankenbett verlassen. Die Krankenhausverweildauer liegt in der Regel zwischen 12 und 21 Tagen, eine Anschlussheilbehandlung in einer Rehabilitationseinrichtung wird in Absprache mit Ihnen und Ihrer Krankenkasse (durch Bindung an eigene Vertragsklinik von Seiten Ihrer Krankenkasse ist es in Einzelfällen möglich, dass die Auswahl der Klinik durch Ihre Kasse beeinflusst wird) eingeleitet.
Wir bieten Ihnen in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Anästhesie- und Intensivmedizin, Blutdepot an, im Vorfeld der Operation eigenblutspendende Maßnahmen vorzunehmen. Zudem sind Vorrichtungen zur Retransfusion intra- und postoperativ aufgefangenen Blutes vorhanden (MAT = maschinelle Autotransfusion).
Die Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie ist Referenzklinik des Komitees der Zeugen Jehovas, hierbei werden unter Ausnutzung der vorhandenen Erfahrungen und technischen Einrichtungen die speziellen und individuellen Bedürfnisse und religiösen Belange berücksichtigt.