Krankenhaus -, 17.12.2010
URL: http://www.klinikum-gap.de/klinikum/eine-ergaenzung-keine-konkurrenz.htm
Eine Ergänzung keine Konkurrenz
Eine Ergänzung keine Konkurrenz
![]() Klinik Geschäftsführer Woflgang Türk (l.) und Chefarzt Dr. Rainer Wahl begrüßen die Hebammen (v.l.) Claudia Hindenburg und Pia Groitel |
GAP – Geschäftsführer Wolfgang Türk begrüßte gestern Vormittag Claudia Hindenburg und Pia Groitel, die nun als Beleg-Hebammen am Klinikum tätig sind, offiziell in Garmisch-Partenkirchen. Zu einem möglichen Zusammenhang mit einer geplanten Übernahme des Penzberger Krankenhauses meint Türk: „Das ist unabhängig davon. Egal was sonst noch passiert.“ Die Geburtshilfe in Penzberg sei Ende September aufgelöst worden, und da liege es nahe dass sich die Hebammen neu orientieren. „Wir haben mit ihnen Kontakt aufgenommen, und sie haben sich für uns entschieden“, freut sich Türk. Eine Alternative wäre Starnberg gewesen, auch aus Bad Tölz lag ein Angebot vor. Warum sich die beiden schließlich für das Werdenfelser Land entschieden haben, beantwortet Groitel knapp: „Wegen der Menschlichkeit.“ Und Hindenburg ergänzt: „Auch von Müttern hörten sie immer wieder Positives. „Und einen richtigen Beleg-Vertrag zu haben – das gibt es sonst südlich von München gar nicht“, erzählt Groitel begeistert.
Jeweils ein Baby auf die Welt gebracht haben die beiden auch schon. „Die Kollegen im Kreißsaal sind sehr nett“, betont Groitel. Auch mit den sechs hauseigenen Geburtshelferinnen gebe es keine Probleme. „Wir sind zuvor mit unseren Hebammen in Diskussion gegangen“, er klärt Dr. Reiner Wahl, Leiter der Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Dadurch, dass Hindenburg und Groitel nicht festangestellt sind, sondern freiberuflich arbeiten und ihre eigenen Klientinnen mit ins Klinikum bringen, entstehen auch keine Konflikte. „Und es hat von der menschlichen Seite einfach gestimmt“, freut sich Chefarzt Wahl. Dies ist Hindenburg und Groitel ebenso wichtig. „Das spüren ja auch die Frauen, wenn das nicht passen würden“, sagt Hindenburg. Und Groitel fügt hinzu: „Wir werden hier als Ergänzung und nicht als Konkurrenz gesehen“. Zudem biete das Klinikum als pränatales Zentrum die besten Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Hindenburg und Groitel ergänzen dieses Angebot nun sogar noch: „Die beiden machen auch Hausgeburten“, verkündet Türk. Und bleiben in Penzberg Ansprechpartner.
Auch Wahl ist glücklich über den Zuwachs. „Dadurch, dass es im Raum Garmisch-Partenkirchen nicht so viele Geburten gibt, wie wir versorgen können, haben wir Kapazitäten frei.“ Diese sollen nun mit Frauen aus Penzberg gefüllt werden.
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 19.10.2010