Krankenhaus -, 31.07.2009
URL: http://www.klinikum-gap.de/klinikum/gefaessdiagnostik.htm
Abteilung für Gefäßchirurgie - Vaskuläre und endovaskuläre Chirurgie - Venenzentrum: Gefäßdiagnostik
Am Anfang steht die ausführliche Befragung des Patienten und die körperliche Untersuchung. Es werden jedoch in zunehmenden Maße auch technische Untersuchungen eingesetzt, bei denen zunächst nicht-invasive (ohne in den Körper einzudringende) Methoden eingesetzt werden. Hierzu gehört in erster Linie der Ultraschall.
Doppler-Sonographie
Das Untersuchungsverfahren beruht auf dem so genannten Doppler-Effekt. Dabei sendet ein Schallkopf Ultraschallwellen einer bestimmten Frequenz aus, die von einer sich bewegenden Fläche, also zum Beispiel fließendem Blut, in veränderter Frequenz zurückgespiegelt werden. Daraus lassen sich Informationen über Richtung und Fließgeschwindigkeit des Blutes ableiten. Mit dieser Art Ultraschall ist man in der Lage, auch in kleinen Gefäßen das Strömungsverhalten zu beurteilen und mit Hilfe kleinerer Tests Aussagen über eventuelle Erkrankungen des Gefäßsystems zu treffen.
Duplex-Sonographie
Bei der Farbdoppler-Sonographie werden örtliche Flussgeschwindigkeiten mit einem B-Bild überlagert. Man erhält Informationen zur Flussrichtung und Strömungsgeschwindigkeit (qualitativ). In der Duplex-Sonographie wird die Doppler-Frequenzverschiebung als Maß für die Flussgeschwindigkeit (und Flussrichtung) genutzt. Ultraschalluntersuchungen sind nicht-invasiv und schnell durchführbar. Neben der guten Beurteilung aller Organe des Bauchraumes, der Gefäße des Halses und der Extremitäten können damit auch Aussagen über das Flussverhalten des Blutes gemacht werden. Vorbereitungen sind keine notwendig. Sollte in Ihrem Fall eine Untersuchung des Bauchraumes und seiner Gefäße vorgesehen sein, bitten wir Sie nüchtern zur Untersuchung zu erscheinen.
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Sonographie-Referenzzentrum
Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen
ist seit 1.1.2007 personengebunden an den Chefarzt der Gefässchirurgie (Dr.
Stefan Nöldeke) Ausbildungs- und Referenzzentrum der Deutschen Gesellschaft für
Chirurgie (DGC) und Kompetenzzentrum der Deutschen Gesellschaft für
Ultraschall in der Medizin (DEGUM). Es werden die modernsten Verfahren der
Doppler- und Duplexsonographie inklusive Farbdoppler, Powerdoppler und digitaler
Subtraktionsverfahren angeboten. Chefarzt Dr. Stefan Nöldeke ist Ausbildungs-
und Seminarleiter der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin
(DEGUM), und als Leiter der Sektion Chirurgie (seit 2004) sowie als
Sekretär (seit 2008) im Vorstand der DEGUM. Allen ambulanten und
stationären Patienten des Klinikums Garmisch Grund wird fachübergreifend (mit
der Abteilung für Innere Medizin/Kardiologie) personell und apparativ eine
qualitativ sehr hochwertige diagnostische Untersuchungsmöglichkeit auf dem
Gebiet der Sonographie bzw. Angiologie angeboten.
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Computertomographie (CT)
Die Computertomographie ist ein Röntgenverfahren, welches mittels speziellem Geräteaufbau und einem leistungsfähigen Computer in der Lage ist, Teile des menschlichen Körpers in feinste Scheiben zu "zerschneiden" (linkes Bild) und diese, wenn gewünscht, in einem dreidimensionalen Bild (rechtes Bild) wieder zusammenzufügen. Es können mit dieser Untersuchung auch sehr kleine Strukturen gut beurteilt werden. Um bestimmte Fragen beantworten zu können, ist es notwendig, die Untersuchung mit in die Venen eingespritztem Kontrastmittel durchzuführen.
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CT-Angiographie (CTA)
Vielschicht-Multislice-CT der relevanten
Gefäßregionen während schneller intravenöser Injektion eines jodhaltigen
Kontrastmittels. Übersichtliche Darstellung des Gefäßbaums und der
Gefäßpathologie mit dreidimensionaler Darstellung in jeder gewünschten
Projektion.
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Magnetresonanztomographie (MRT, auch
Kernspintomographie)
Dies ist das jüngste aller hier aufgeführten diagnostischen Verfahren. Mittels eines künstlich erzeugten starken Magnetfeldes werden kleinste Atome zum "Schwingen" angeregt und anschließend die Energie beim "Zurückschwingen" zur Auswertung gebracht. Dadurch können, ähnlich dem CT, bestimmte Regionen des Körpers in Schnittbildern (rechtes Bild)sehr gut beurteilt werden. Ein Vorteil, dieses nicht bei jeder Fragestellung einsetzbaren und noch sehr teuren Verfahrens, ist der Verzicht auf Röntgenstrahlen. Patienten mit Implantaten aus Metall und Herzschrittmacherträger können jedoch nicht mit dieser Methode untersucht werden. Auch diese Methode kann zur Untersuchung von Gefäßen, mit Kontrastmittel durchgeführt werden. Eine dreidimensionale Darstellung der Gefäße ist möglich (linkes Bild).
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![]() MRT, MR-Angiographie, |
![]() hochgradige Stenose der Carotisgabel |
![]() MRT, MR-Angiographie der Becken-Bein-Arterien, Arteriosklerose |
Welche Alternative für den Patienten am günstigsten ist, wird von
Fall zu Fall entschieden und ist unter anderem davon abhängig, welche Blutgefäße
untersucht werden müssen.
Ob und welche Untersuchung im Einzelfall
erforderlich ist, kann nach Vorstellung in unserer Ambulanz, ggf. nach
vorheriger Rücksprache mit dem Haus- oder Facharzt entschieden werden.
In Anlehnung an die Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie.