Krankenhaus -, 18.11.2009
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Hüftpapst feiert mit einem lachenden und weinenden Auge
"Hüftpapst" feiert mit einem lachenden und weinenden Auge
Dr. Holm Schlemmer begeht heute seinen 65. Geburtstag - Der Gründer der endogap Klinik bleibt noch zwei Jahre Chefarzt
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Für Dr. Holm Schlemmer ist der heutige Freitag ein Tag voller Freude und
Wehmut zugleich. Der Chefarzt der endogap-Klinik im Klinikum
Garmisch-Partenkirchen wird 65 Jahre alt. "Diesen Geburtstag müsste ich nicht
haben", gibt er zu. "Das ist die Altersgrenze, ab der jeder zum alten Eisen
gehört." Dabei der "Hüftpapst", wie er in Medizinerkreisen gern genannt wird,
noch voll aktiv. In Ruhestand geht der Experte auf dem Gebiet der
Prothetik, dem Einsetzen künstlicher Gelenke, erst in zwei Jahren.
Den weißen
Kittel hängte er kurzfristig am Mittwoch an den Nagel. Aber nur für ein paar
Tage, um mit Ehefrau Cornelia und der Familie seinen Ehrentag beim Skifahren in
Zürs am Arlberg zu feiern. Darauf freut sich der gebürtige Tegernseer nach der
Pensionierung: aufs Skifahren. "Der Sport kommt schon zu kurz bei de rArbeit",
sagt Shclemmer. Denn er ist nicht nur auf den Pisten, sondern auch auf dem Golf-
und Tennisplatz zuhause. Unter seinen Golffreunden ist auch Harry Valerien. Der
frühere bekannte Moderator des "Aktuellen Sportstudios" war Schlemmers Vorbild.
Wegen ihm wollte der Mediziner eigentlich Sportjournalist werden. Selbst
sportlich erfolgreich war Schlemmer als junger Mann in der Hockey-Bundesliga. Er
gehörte während seines Medizinstudiums in München der
Studenten-Nationalmannschaft an.
Doch zu seinem Beruf hat er den Sport nicht gemacht. Der Sohn einer Ärzte-
und Apothekerfamilie konnte sich als jüngstes von vier Kindern der Tradition
nicht entziehen. Als Koryphäe auf dem Gebiet der Endoprothetik hat er in über
25.000 Operationen kranken Menschen geholfen und in 35 Jahren am Klinikum vieles
bewegt.
"Beruflich habe ich alles erreicht", sagt Schlemmer rückblickend. Mit
der Eröffnung der endogap-Klinik 2005 hat er sich einen Traum erfüllt. Sein
"Lebenswerk" übergibt er 2011 in die Hände von Dr. Christian Fulghum. "So
richtig kann ich mir noch nicht vorstellen, aufzuhören", gesteht der Chefarzt.
Doch seiner "tollen Truppe" mit den Oberärzten Dr. Christian Fulghum, Dr.
Florian Wolpert und Dr. Georg Tauber habe es dann verdient, das "Klinik-Zepter"
in die Hand zu nehmen. Dann ist das Privatleben dran: Urlaub "ohne Zeitdruck".
Reiseziele gibt es noch nicht, aber: "Es werden Sportreisen."
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt - Janine Tokarski, 13. März 2009