Krankenhaus -, 14.05.2008
URL: http://www.klinikum-gap.de/klinikum/patienten-abgang-nach-muenchen-stoppen.htm
Patienten-Abgang nach München stoppen
Patienten-Abgang nach München stoppen
Symposium im Klinikum: Mediziner wollen Ärzte-Netzwerk stärken, um Schilddrüsen-Erkrankte in der Region zu halten
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Mit dem ersten Symposium zur "Modernen Diagnostik und Therapie gutartiger Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse" setzt die Chirurgie des Klinikums Garmisch-Partenkirchen ein deutliches Signal für eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten in der Region. "Die Nähe zu München führt dazu, dass sich noch immer Patienten mit komplizierten Erkrankungen dort in Behandlung begeben" sagt Mitorganisator Dr. Holger Vogelsang. Nach Meinung des Chefarztes müsse das nicht sein, da es genug Experten vor Ort gebe, die eine sehr gute Versorgung gewährleisten. Die seit einem Jahr am Klinikum eingerichtete "Neue Chirurgie GAP" hat ihre Konsolidierungsphase abgeschlossen" erklärt Vogelsang. "Indem wir in einem zweiten Schritt aktiv und mit inhaltlichen Angeboten auf niedergelassene Ärzte und die Nachbarkreisverbände zugehen, möchten wir gerade im interdisziplinären Kontext, wozu sich der Themenschwerpunkt Schilddrüse anbietet, ein hochwertiges Netzwerk aufbauen." Auch seien in den vergangenen Jahren vermehrt Operationen an der Schilddrüse vorgenommen worden. Das Symposium diene unter anderem dazu, Hausärzte auf die Möglichkeiten der Vorsorge aufmerksam zu machen. So sei für Schwangere Jod eine wichtige Ergänzung. Ferner sollten Frauen unbedingt vor der Schwangerschaft eine Schilddrüsendiagnose machen lassen. |
Chefarzt Dr. Johann Meierhofer ergänzt: "Noch vor 20 Jahren war das gesamte
Wissen eines Klinikums in zwei Köpfen verankert, dem Internisten und dem Chef
der Chirurgie." Heute dagegen gebe es eine gigantisches medizinisches Wissen,
das mehrere Personen mit sich tragen müssten. "Hier gilt es, die Grenzen
zwischen ambulanter und stationärer Versorgung aufzulösen, um die
Zusammenführung des gesamten medizinischen Wissens zu ermöglichen." |
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, 15. Januar 2008, von Andreas Röder