Das schönste Weihnachtsgeschenk ihres Lebens bekamen heuer gleich vier
Elternpaare aus dem Landkreis: ihr eigenes Christkind. Vier Buben erblickten in
diesem Jahr an Heiligabend im Klinikum Garmisch-Partenkirchen das Licht der
Welt. Den Anfang machte um 2.52 Uhr Lukas Nicolai. "Eigentlich sollte er erst
an Heilig-Drei-König geboren werden", verrät Mama Nicole Kamm, die mit ihrem
Mann Stefan (39) in Murnau lebt. "Aber er hatte es sehr eilig." So eilig, dass
die 36-Jährige schon befürchtete, ihr Baby auf der Fahrt in Klinikum zu
bekommen. "Wir haben es gerade noch ins Krankenhaus geschafft." Nur 90 Minuten
nach Einsetzen der Wehen war Lukas da. Ein paar Stunden später saß die ganze
Familie bereits unterm Christbaum. "Weil medizinisch nichts dagegen sprach,
waren wir bereits am Nachmittag wieder zuhause und haben mit unserem
dreijährigen Sohn Max Weihnachten gefeiert." Das haben Renate und Tobi Müller
aus Mittenwald heuer verschoben. Obwohl ihr Sohn Markus Andreas bereits um 5.31
Uhr geboren wurde, ließ die Familie die Bescherung ausfallen. "An diesem Tag
hatten wir andere Dinge im Kopf", erzählt die frischgebackene Mutter, der es
lieber gewesen wäre, wenn ihr Baby ein paar Tage früher auf die Welt gekommen
wäre. Denn am selben Tag Geburtstag und Weihnachten zu feiern, ist vor allem für
Kinder oft nicht ganz so schön. "Aber wir finden schon eine Lösung", ist sich
Renate Müller sicher. Jetzt holen sie und ihr Mann erstmal ihrer zweijährigen
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Marina zuliebe Weihnachten nach. Ähnlich wie Familie Müller überlegen auch
Alexandra und Tommy Meyer aus Oberau, wie sie künftig Heiligabend und den
Geburtstag ihres zweiten Sohnes Cody Jay unter einen Hut bekommen sollen.
Pünktlich zum errechneten Termin kam der Bub am 24 Dezember um 10.20 Uhr zur
Welt. "Vermutlich feiern wir in Zukunft nachmittags Geburtstag und abends
Weihnachten", mutmaßt die 32-Jährige. Eines ist aber sicher: "Er bekommt die
doppelte Ration Geschenke." Auf die kann sich auch Milot aus Grainau freuen.
Denn obwohl seine Eltern Lirija und Gani Pantina Muslime sind, feiern sie
Weihnachten und künftig auch die Geburt ihres ersten Kindes, das um 21.33 Uhr im
Klinikum zur Welt kam. "Das war das beste Weihnachtsgeschenk, das ich je
bekommen habe", freut sich Papa Gani, dessen Sohn drei Tage nach dem errechneten
Termin geboren wurde. Überhaupt ließen sich heuer viele Kinder Zeit. "In den
Tagen vor Heiligabend war es verdächtig ruhig im Kreißsaal, so dass wir mit dem
Festtagsüberraschungen bereits gerechnet haben", bestätigte Dr. Rainer Wahl,
Chefarzt der Abteilung für Geburtshilfe und Frauenheilkunde. Mit Verspätung
kam auch das Baby von Jesus-Darsteller Andreas Richter und seiner Frau Steffi
aus Oberammergau zur Welt. Wie Frederik Mayet, mit dem sich Richter bei den
Passionsspielen 2010 die Rolle teilt, verrät, kam deren Sohn am 25. Dezember in
Weilheim zur Welt. |