Krankenhaus -, 30.01.2009
URL: http://www.klinikum-gap.de/klinikum/verabschiedung-dr-hein.htm
Verabschiedung Dr. Hein
Nach 32 Jahren legt Dr. Gerd Hein den Arztkittel ab
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Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen hat er alle Stationen durchlaufen – vom
Assisten- über den Ober- zum Chefarzt. 32 Jahre waren es insgesamt, 20 davon
leitete Dr. Gerd Hein die Radiologie an der Auenstraße. Jetzt ist er in den
Ruhestand gegangen: "Es war eine sehr schöne, angenehme Zeit", meint der
65-Jährige im Rückblick. "Ich hatte das Glück, eine ausgesprochen gute Abteilung
vorzufinden."
Diverse Umbauten im Klinikum selber, rasante Entwicklungen in
seinem Fachgebiet prägten diese Zeit. 2000 seien er und seine Kollegen in eine
neue Abteilung umgezogen, erzählt er. "Das war ein Riesenfortschritt." Die
Radiologie befinde sich insgesamt auf einem sehr guten Stand, ist Hein
überzeugt. Gerade auf diesem Fachgebiet habe sich allerdings in den vergangenen
zehn, 15 Jahren sehr viel geändert: "Anfangs waren wir reine Allrounder, haben
auch die Strahlentherapie mitgemacht. Inzwischen ist das Fach ziemlich
gesplittet". 1983, als das erste Computertomographie-(CT)-Gerät im Klinikum
angeschafft wurde, machte sich der gebürtige Westerwalder mit dieser Technologie
vertraut. Als dann 1996 die Magnetresonanztomographie (MRT), auch
Kernspintomographie genannt, und das CT von niedergelassenen Ärzten übernommen
werden sollte, "habe ich zähneknirschend darauf verzichtet". Mittlerweile wird
der Bereich Schnittbilddiagnostik aber auch wieder von den Medizinern am
Krankenhaus – inzwischen von Heins Nachfolger Dr. Gerhard H. Simon – angeboten.
Beruflich hätte es bei ihm nicht besser laufen können, ist Dr. Gerd Hein überzeugt. Nach der Bundeswehrzeit in Murnau, ging´s zur Facharztausbildung nach München, wo ihn über einen Kollegen der Ruf nach Garmisch-Partenkirchen ereilte. "Dass ich hierher gekommen bin, habe ich nie bereut", unterstreicht der zweifache Familienvater, der sich auf die Zeit freut, die ihm der Ruhestand bietet. "Jetzt kann ich endlich in Ruhe lesen." Auch Reisen mit seiner Frau, etwa im März nach Ägypten und später dann ein Städte-Trip nach Berlin, hat er sich vorgenommen. Außerdem steht Heimwerken auf der Liste: "Wir wohnen in einem schönen, alten Haus, in dem es immer viel zu tun gibt." Für seine Verdienste erhielt Dr. Gerd Hein, hier mit Landrat Harald Kühn (r.) und Klinikums-Geschäftsführer Wolfgang Türk, die Ehrenmedaille des Landkreises in Silber.
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, 24. Januar 2009 – Tanja Brinkmann