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Zentrum für Innere Medizin / Hämatologie - Onkologie
Blut- und Krebserkrankungen

Die Zahl der bösartiger Tumoren steigt stetig an. Bereits heute erkrankt jeder Dritte im Laufe seines Lebens an Krebs. Aber auch das Wissen um die Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten bösartiger Erkrankungen wächst kontinuierlich.

In der Hämatologie werden gut- und bösartige Bluterkrankungen diagnostiziert und behandelt. Beispielsweise wird den Ursachen von Blutarmut (Anämie) oder Gerinnungsstörungen nachgegangen oder die verschiedenen Formen von Blut- oder Lymphdrüsenkrebs (Leukämien bzw. Lymphome) behandelt.

In der Onkologie werden die sogenannten soliden Tumoren, das heißt, die Krebserkrankungen innerer Organe diagnostiziert und medikamentös behandelt. Alle modernen Therapieverfahren finden hierbei Anwendung: Chemotherapie, Immuntherapie, Antikörpertherapie, Bisphosphonattherapie, Vorbereitung zur Hochdosis-Chemotherapie oder Knochenmarktransplantation. Für jede Tumorart kommen eigene, internationalen Standards entsprechende Therapieprotokolle zur Anwendung. Die Beteiligung an vielen Therapieoptimierungsuntersuchungen gewährleistet zudem eine stetige Qualitätssicherung sowie den frühzeitigen, aber kontrollierten Zugang zu neuen Behandlungsformen. Oft ist es auch notwendig, die medikamentöse Therapie mit einer Operation oder einer Bestrahlung zu kombinieren, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Dies erfolgt in enger Kooperation mit den medizinischen Fachabteilungen des Hauses. Ausdruck dieser Zusammenarbeit sind die wöchentlichen Tumorkonferenzen am Klinikum und die gemeinsame Arbeit im Onkologischen Zentrum Garmisch-Partenkirchen.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der täglichen Arbeit ist die Supportivbehandlung, also die symptomorientierte Therapie, etwa von krebsbedingten Schmerzen oder Ernährungsstörungen.

Der Bereich Onkologie und Hämatologie unterhält 11 ambulante Therapieplätze in der onkologischen Ambulanz und betreibt 35 Betten innerhalb des Zentrums für Innere Medizin, so dass die Behandlung abhängig vom Allgemeinzustand des Patienten entweder ambulant oder stationär erfolgen kann. Die ambulante Behandlung ermöglicht unseren Patienten, auch während der Chemotherapie in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung zu bleiben und trägt so zum Erhalt der Lebensqualität bei. 8 Betten der Strahlentherapie werden durch Ärzte und Schwestern der Hämato-Onkologie versorgt.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten und den niedergelassenen Fachärzten ist auch während einer ambulanten Therapie die umfassende Versorgung der Patienten gewährleistet. Chefarzt Dr. H. Lambertz besitzt die Befugnis zur Weiterbildung im Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie der Bayerischen Landesärztekammer; d.h. er ist zur Ausbildung angehender Krebsspezialisten berechtigt.