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Hilfe bei unerträglichen Schmerzen

Heimische Ärzte informieren über Hüft- und Knieprothesen - Beschwerden lassen sich erfolgreich lindern - 2200 Operationen im Jahr

Wenn Knie und Hüfte ihren Dienst versagen, lautet der Titel der Medizin-Info-Serie "Gesundheit im Dialog", die am kommenden Dienstag um 19.30 Uhr im Veranstaltungssaal der Garmisch-Partenkirchner Spielbank stattfindet. Drei heimische Ärzte informieren dann nicht nur über Hüft- und Knieprothesen – so genannten Endoprothesen -, sondern beantworten auch die Fragen der Zuhörer.
Moderator ist erneut Klinikum-Chefarzt Dr. Stefan Nöldeke, seine zwei Gäste sind Oberarzt Dr. Christian  Fulghum von der Endogap-Klinik für Gelenkersatz sowie der niedergelassene Orthopäde und Belegarzt Dr. Ekkehard Hobel. "Beschwerden an Knie- und Hüftgelenk", so Nöldeke, "können die Lebensqualität ganz erheblich einschränken und wenn der Leidensdruck steigt, gilt es zu handeln. Mit konservativen und operativen Maßnahmen lassen sich nämlich die Beschwerden sehr erfolgreich angehen."
Sowohl bei der Hüfte als auch am Knie ist es vor allem die Arthrose, die zu schier unerträglichen Schmerzen führt. "Sie wird unter anderem ausgelöst durch Unfälle, Überlastungen, durch falsche Beanspruchung, Bewegungsmangel, angeborene Gelenk-Fehlstellungen, Entzündungen oder Übergewicht", weiß Hobel. "Und die Erkrankungshäufigkeit steigt immens, ergänzt Nöldeke: "Während jetzt noch acht Prozent der Deutschen darunter leiden, werde es im Jahr 2050 sagen und schreibe 42 Prozent sein, bedingt durch das steigende Lebensalter

und interessanterweise auch durchs Größerwerden."
Arthrosen können, verdeutlicht Dr. Hobel, nicht operativ durch zahlreiche Behandlungsansätze gelindert werden. Zu den Möglichkeiten zählen eine medikamentöse Schmerztherapie, Akupunktur, Gelenkspritzen mit Hyaluronsäure, Homöopathie, sowie eine Magnetfeld-Therapie. Doch letztendlich werden die meisten Arthrosen irgendwann durch Gelenkprothesen gelindert.
Mittlerweile ist man auf diesem Sektor bereit soweit, dass in Deutschland pro Jahr 200 000 Hüftprothesen eingesetzt werden und 140 000 in die Knie. " Vor 50 Jahren fing man damit an", weiß Fulghum, " und in unserem Haus war es bereit Gründungschef Prof. Fritz Lechner Ende der sechziger Jahre." Dr. Holm Schlemmer baute die Abteilung schließlich ab 1991 weiter aus und zur Endogap-Klinik um. Fulghum bestellte er zum Nachfolger. "Mit 1200 Hüft- und 700 Knie-Endoprothesen im Jahr", sagt dieser nicht ohne Stolz, "gehören wir zu den Top-Five in Deutschland und sind im Süden sogar die Nummer eins." Endogap zählt immerhin zwanzig Ärzte sowie zahlreiche Physiotherapeuten und Pflegekräfte.
Der Eintritt zu "Gesundheit im Dialog" ist wie immer frei. Interessenten sollten jedoch unbedingt ihren Personalausweis mitbringen, weil der Veranstaltungssaal in der Spielbank ist. Der Eintritt in ein Casino ist aus gesetzlichen Gründen nur mit Ausweis erlaubt.

Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 16. und 17. Jan. 2010