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"Die Zahl der Skiunfälle ist in dieser Saison im Vergleich zum Vorjahr um 15
Prozent gestiegen" berichtet Dr. Peter Gutsfeld vom Klinikum
Garmisch-Partenkirchen. "Allein 2500 verunglückte Wintersportler mussten bisher
ambulant und 700 stationär behandelt werden. "Das ist laut dem leitenden Arzt
der Unfallchirurgie sehr viel. Gutsfeld vermutet, dass der Anstieg der
Skiunfälle in direktem Zusammenhang mit den "sehr guten, lokalen
Wintersportbedingungen" stehe. Denn: Je mehr Gäste zum Skifahren kommen, desto
mehr Unfälle passieren statistisch gesehen." Doch die Mediziner haben in
dieser Saison nicht nur mit immer mehr, sondern vor allem mit immer
schwerwiegenderen Verletzungen zu kämpfen. Gebrochene Hüften oder zertrümmerte
Sprung- und Kniegelenke beispielsweise kenne man ansonsten nur von
Pkw-Kollisionen, sagt Gutsfeld. Der Arzt führt diesen Umstand auf mehrere
Faktoren zurück: "Die neuen Skier ermöglichen es den Sportlern, durch immer
höher entwickelte Materialien immer schneller zu fahren." Doch auch die
Pistenbedingungen sieht er als Grund an. Durch den Kunstschnee würden die
Skisportler härter fallen. Gutsfeld bemängelt auch die körperliche Verfassung
von so manchem Brettl-Fan. Viele Skifahrer und Snowboarder seien
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nicht ausreichend auf die Pisten-Gaudi vorbereitet. "Kraftausdauer- und
Koordinationstraining sind eine wichtige Voraussetzung, um heil durch die Saison
zu kommen." Diese Defizite haben vor allem Kopf-, Band- und
Wirbelsäulenverletzungen sowie Prellungen und Schürfwunden als Folge. Vor diesem
Hintergrund plädieren die Klinikums-Ärzte seit längerem für die Wiederbelebung
der Ski-Gymnastik und die Einführung einer Helmpflicht – "am besten für alle bis
18 Jahre". Für das Krankenhauspersonal haben schlechte Kondition und zu hohe
Geschwindigkeiten ganz andere Konsequenzen, nämlich "einen erheblich höheren
Arbeitsaufwand" wie Gutsfeld aus eigener Erfahrung weiß. Oft stehen der Chirurg
und seine Kollegen dieser Tage noch abends im Operationssaal, um abzuarbeiten,
was tagsüber nicht geschafft werden konnte. "Die Säle sind derzeit eigentlich
rund um die Uhr belegt", erzählt der Mediziner. Besonders bewährt habe sich
in diesem Zusammenhang die Kooperation mit der Unfallklinik in Murnau. Gutsfeld
Fazit: "Von der Möglichkeit des personellen Ausgleichs bis zum Austausch in
schwierigen Fragen profitieren sowohl die Patienten als auch die Mitarbeiter des
Krankenhauses. |