Verengungen der Halsschlagadern (Carotisstenose)
Was haben Churchill, Roosevelt und Stalin
gemeinsam?
Alle drei starben an den Folgen eines
Schlaganfalls!
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Was ist ein Schlaganfall?
Ein Schlaganfall ist die Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des
Gehirns. Hierbei kann es zu einer dauerhaften Schädigung des für
Sauerstoffmangel sehr empfindlichen Gehirngewebes kommen. Ein Schlaganfall kann
verursacht werden durch:
- eine plötzliche Mangeldurchblutung des Gehirns bedingt durch den
Verschluss eines Gefäßes im Gehirn. Ursache eines derartigen Verschlusses
können aus dem Herzen oder aus verengten Halsschlagadern (Carotisstenose)
verschleppte Blutgerinnsel sein. Diese Schlaganfälle werden als Hirninfarkt
bezeichnet und betreffen mehr als 80% aller Schlaganfälle.
- eine Blutung in das Gehirngewebe bedingt durch das Platzen eines
Blutgefäßes. Ursache hierfür ist meist ein stark erhöhter Blutdruck oder auch
eine angeborene Gefäßmissbildung (Aneurysma). Dies wird als Hirnblutung
bezeichnet und ist in ca. 15 % die Ursache eines Schlaganfalles. Ungefähr
200.000 Bundesbürger erleiden jährlich einen Schlaganfall. In Deutschland
leben >1 Million Patienten, die unter körperlichen oder geistigen
Behinderungen als Folge eines Schlaganfalls leiden.
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Gibt es Warnsymptome?
Es gibt sie! Häufig kommt es vor einem Schlaganfall zu Frühwarnzeichen bzw.
Krankheitssymptome, die durch vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns
verursacht werden. Hierbei können Sehstörungen, Sprachstörungen oder Lähmungen
(Arme oder Beine) auftreten, die sich nach Minuten oder Stunden zurückbilden.
Auch vorübergehende Doppelbilder, plötzliche heftige Kopfschmerzen sowie
Schwindelanfälle gehören zu den Warnsymptomen. Symptome wie diese sind
Alarmsignale und bedürfen einer dringenden medizinischen
Abklärung.
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Was ist zu tun?
Absolut notwendig ist bei den oben genannten Symptomen eine Untersuchung der
Halsschlagadern (Arteria carotis) auf Engstellen (Stenosen) durch Ultraschall
(Doppler-, Duplexsonographie). Hierbei können gefährliche Verkalkungen und
dadurch bedingte Engstellen der Halsgefäße festgestellt und beurteilt werden.
Dies ist eine völlig ungefährliche und beliebig wiederholter Untersuchung.
Gegebenenfalls muss auch eine Röntgendarstellung der Halsschlagadern erfolgen.
Zusätzlich sollte eine gründliche körperliche Untersuchung durchgeführt werden,
wobei vor allem ein erhöhter Blutdruck und ein Diabetes mellitus ausgeschlossen
werden sollte. Zum Ausschluss von Herzrhythmusstörungen und anderen
Herzerkrankungen ist ein EKG und eine Ultraschalluntersuchung des Herzens
(Echokardiogramm) notwendig. Über die im einzelnen durchzuführenden
Untersuchungen wird Sie Ihr behandelnder Arzt aufklären. Wurde eine höhergradige
Einengung der Halsschlagader festgestellt und sind Symptome einer
vorübergehenden Durchblutungsstörung des Gehirns festgestellt worden, dann
sollte eine Operation an der Halsschlagader erfolgen. Ansonsten droht ein
kompletter Schlaganfall innerhalb der nächsten Wochen und Monate! Auch ältere
Patienten (>80 Jahre) profitieren von der Operation! Liegen
Herzrhythmusstörungen vor oder wurden Blutgerinnsel an der Herzinnenwand
nachgewiesen so wird meist eine medikamentöse Blutverdünnung (Antikoagulation)
notwendig, um der Gefahr von Embolien vorzubeugen. Über das konkrete Vorgehen im
individuellen Fall entscheidet Ihr Arzt.
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Wie wird eine Operation durchgeführt?
Die Operation erfolgt unter Vollnarkose oder regionaler Betäubung. Bei der
Operation wird die Halsschlagader über einen kleinen Schnitt am Hals freigelegt
und anschließend die Engstelle ausgeschält. Je nach Befund wird ein kleiner
Flicken (Patchplastik) eingenäht oder die Halsschlagader direkt vernäht. Während
der Operation wird die Gehirndurchblutung über bestimmte Messungen
kontinuierlich kontrolliert, um Durchblutungsstörungen rechtzeitig zu erkennen.
Am Ende der Operation wird eine Gefäßdarstellung mit Kontrastmittel
(Angiographie) durchgeführt, um das Ergebnis des Eingriffes sicher überprüfen zu
können. Insgesamt handelt es sich um einen unkomplizierten Eingriff, der
Patienten vor den schlimmen Folgen eines Schlaganfalles bewahren kann. Der
stationäre Aufenthalt beträgt normalerweise nur wenige Tage.
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Wie ist das weitere Vorgehen?
Eine Operation ist nur ein Teil der Therapie! Grundsätzlich sind alle anderen
Erkrankungen und Risikofaktoren für Arterienverkalkung (Rauchen, Bluthochdruck,
Diabetes, erhöhte Blutfette und erhöhtes Körpergewicht) einzustellen bzw.
medikamentös zu behandeln. All dies sollte in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt
erfolgen.
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Wo gibt es weitere Informationen?
Im Akutfall direkter Kontakt mit der
Gefäßchirurgie bzw. Kardiologie/Angiologie des Klinikums
Garmisch-Partenkirchen
Tel. (08821) 77-0
Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Carl-Berteslmann-Straße
256
Postfach 104
33311 Gütersloh
Tel.: 01805 / 093093 (0,12 €/Min)
Fax.: 01805 / 094094
Internet: www.schlaganfall-hilfe.de
In Anlehnung an die Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für
Gefäßchirurgie
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