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Start in ein Berufsleben mit emotionalem Tiefgang
25 Krankenpfleger feierlich entlassen – Betreuung mit "Kopf, Herz und
Hand" im praktischen Examen unter Beweis gestellt
Eine besonders wissbegierige, mutige, kritische und innovative Klasse: Das
waren die 25 jungen Frauen und Männer, die jetzt die Berufsfachschule für
Kinderkrankenpflege und Krankenpflege abgeschlossen haben. So hat Martina
Furtmeier-Ricci, Verwaltungsdirektorin des Klinikums Garmisch-Partenkirchen,
ihre Absolventen zumindest bei der feierlichen Zeugnisvergabe im Olympiasaal des
Kongresszentrums beschrieben. Dort hob auch Landrat Harald Kühn hervor, dass
die Auszubildenden mit ihrer Berufswahl "eine gute Entscheidung getroffen haben,
da der Gesundheitssektor zu den großen Wachstumsbranchen gehört". Kühn
untermauerte das Vertrauen der Jugend in den Pflegeberuf mit den aktuellen
Bewerbungszahlen. Demnach haben sich 300 junge Menschen um eine Lehre bemüht,
wovon 32 eine Stelle erhalten hätten. Allein 70 Prozent der Schüler kommen aus
dem Landkreis, die restlichen aus der unmittelbaren Nachbarschaft."
Der Ärztliche Direktor des Klinikums, Dr. Johann Meierhofer, setzte in seiner
Ansprache die "extrem anspruchsvolle Tätigkeit" des Pflegeberufs gegen die
Profit-orientierten Lebensvorstellungen der Spaßgesellschaft. Er bereitete die
Absolventen darauf vor, dass sie für ihren Dienst am Patienten jede Menge
"emotionales Feedback" bekommen würden. "Denn was Ihren äußerst vielseitigen und
krisenfesten Beruf vor allem auszeichnet", so Meierhofer, "ist Tiefgang". Die
Qualität der Ausbildung stellte Pflegedienstleiterin Schwester Dorothea Herz in
den Mittelpunkt ihrer Rede. Mit dem Staatsexamen würden die Auszubildenden eine
erstklassige Zertifizierung in den Händen halten, die ihnen zudem weitere
Zukunftsperspektiven biete. Désirée Akpan, Gesamtleiterin der Berufsfachschulen,
appellierte an die frisch gebackenen Krankenpfleger, "jeden Tag über das eigene
Verhalten mit seinen Mitmenschen und Patienten zu reflektieren und daran zu
arbeiten". Damit könne weiterhin eine humane Betreuung gewährleistet werden,
"gerade dann, wenn alle nur noch von Pflege als Kostenfaktor sprechen". Die
jungen Leute hätten in den praktischen Examen bereits bewiesen, dass sie mit
"Kopf, Herz und Hand" ihre Patienten zu pflegen verstünden, was sich Akpan als
vorbildhaftes Handeln auch für deren Zukunft wünsche. Klassensprecherin
Franziska Mundt lobt den Kampfgeist ihrer Mitschüler, der sich gerade in
schwierigen Situationen bewährt habe, vermisste aber die
"Klassengemeinschaft". Zum erfreulichen Resümee der Ausbildung gehöre, wie
Landrat Kühne betonte, dass die Mehrzahl der Absolventen eine Arbeitsstelle im
Landkreis erhalten werde.
Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt - Andreas Röder, 15. September
2009
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 Foto: Thomas Sehr |
Die Absolventen: Stephanie Bauer, Christopher Bucht,
Maristella Destro, Nadine Fischer, Miriam Franck, Daniela Geisler, Katharina
Heckel, Tatjana Heit, Marianne Hiebler, Anna Hinterreiter, Karolin Janka, Denise
Kaiser, Agathe Kratz, Kristina Lechtermann, Lisa Luber, Johanna Marschler,
Eva-Katharina Meewes, Julia Mollocher, Nicole Mottner, Laura Müller, Franziska
Mundt, Stephan Platek, Nicole Richter, Kristina Vincent und Sarah
Will.
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