Vakuumtherapie
Die Wundbehandlung mittels Vakuumtherapie ist ein seit 15 Jahren etabliertes
und immer weiterentwickeltes Verfahren zur Behandlung akuter und chronischer
Wunden.
Dabei wird ein in die Wunde eingebrachter Schwamm mit einer Folie
verschlossen, der Schwamm mittels einer mobilen Vakuumquelle mit einem Behälter,
welcher das Sekret auffängt, verbunden und ein Sog mit definierter Stärke
aufgebaut.
Die Vakuumtherapie unterstützt dabei die Wundheilung durch folgende
Wirkprinzipien:
- Verhinderung von Stauungsnässe unter gleichzeitigem Erhalt eines feuchten
Wundmilieus.
- Ödemreduktion
- Beschleunigung der Granulation und Unterstützung der Neoangiogenese
- Keimreduktion und Schutz vor Kontamination von außen
Die Behandlung mittels Vakuumtherapie eignet sich für Wunden jeglicher
Genese, z.B. Ulcus cruris venosum, arterielle Ulzerationen, Diabetisches
Fußsyndrom, temporäre Weichteildeckungen bei plastischen Eingriffen und
andere.
Die Mobilität der Patienten bleibt dabei durch die kleinen Therapiegeräte
dabei. Der Schwamm kann bis zu 7 Tagen belassen werden, so dass die
Verbandsintervalle deutlich gestreckt werden können. Eine Narkose zum Wechsel
des Schwammes ist nicht zwingend notwendig. Die Therapie kann auch ambulant
durchgeführt werden. Die Wunde ist durch den Verband vollständig abgeschlossen,
so dass keine Geruchsbelästigung zu Tage tritt. All dies stellt eine wesentliche
Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten dar.