Mit Allergien in ihren schier unendlich vielen Formen befasst sich am
morgigen Dienstag auch eine Veranstaltung der Volkshochschul-Reihe "Gesundheit
im Dialog". Beginn ist um 19.30 Uhr im Musikpavillon der St.-Irmengard-Schulen.
Unter dem Motto "Allergien – ein lästiges, aber oft gravierendes Problem" und
bei freiem Eintritt spricht Dr. Stefan Nöldeke, Chefarzt der Gefäßchirurgie im
Klinikum Garmisch-Partenkirchen, mit drei im Kreisort niedergelassenen
Medizinern: Dr. Rupprecht Leinberger, Facharzt für Hals-, Nasen- und
Ohrenheilkunde, Dr. Tobias May, Experte für Dermatologie und Dr. Claudia Sommer,
spezialisiert auf Lungenheilkunde. Allergie, erklärt Nöldeke, sei eine
überschießende Reaktion des Immunsystems gegenüber körperfremden Substanzen der
Umwelt. "Das Immunsystem langweilt sich sozusagen und spricht deshalb auf
Fremdstoffe, beispielsweise Pollen an, die, anders als Krankheitskeime,
eigentlich gar keine Gefahr für die Gesundheit darstellen." Auslöser seien
die "Allergene", bei denen es sich um |
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Eiweißsubstanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft handelt, etwa von
Blütenpolen, Milben und Schimmelpilzen. Doch theoretisch könne jede Substanz
eine Reaktion auslösen: "Es gibt nichts, gegen das man nicht allergisch sein
kann." Aber was sind die Ursachen dieser Volkskrankheit? "Einerseits
Lebensgewohnheiten, etwa übertriebene Hygiene und medizinische Versorgung,
andererseits auch die Psyche, die die Bereitschaft des Körpers zu allergischen
Reaktionen beeinflussen kann, zum Beispiel Stress in Familie und Beruf oder auch
Depressionen. Aus dem Riesensortiment etwa der Kontaktallergene nennt Dr.
Nöldeke nur ein paar: Kunststoffe, Lacke, Kleber, Konservierungsmittel,
Desinfektionsmittel, Pflanzen, Kleidung, Duftstoffe, Gummi, Latex.
Nahrungsmittel-Allergene seien beispielsweise Eier, Milch, Fisch, Gemüse, Obst,
Getreide, Nüsse, Samen oder Hülsenfrüchte. Und Allergien nehmen weiter noch zu,
"weil die Umwelt zunehmend vom natürlichen Lebensraum
abweicht". |