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Abteilung für Urologie
Hodentumor

Zur Therapie des Hodentumors stehen bei uns alle gängigen Therapiemethoden zur Verfügung. Auf speziellen Wunsch kann nach erfolgter Orchiektomie (Hodenentfernung) in geeigneten Fällen eine Hodenprothese eingesetzt werden. Sollte eine weitere operative Therapie in Form einer retroperitonealen Lymphknotenentfernung (Entfernung von Lymphknoten aus dem hinteren Bauchraum) erforderlich sein, so wird diese Operation in der Regel als nervschonende (ejakulationsprotektive) Lymphknotenentfernung durchgeführt.

Je nach histologischem Befund des Hodentumors wird evtl. eine Chemotherapie notwendig sein, welche teils stationär teils ambulant in unserer Abteilung durchgeführt wird. Beim klassischen Seminom im Stadium I wird die Chemotherapie mit Carboplatin als Alternative zur Strahlentherapie angewandt. Bei den gemischten Hodentumoren oder in fortgeschrittenen Stadien wird die gängige Dreier-Kombination aus Cisplatin, Etoposid und Bleomycin (PEB) eingesetzt. Sollte eine Strahlentherapie notwendig sein, so werden unsere Patienten durch die Belegabteilung für Strahlentherapie weiter behandelt.

Bei der Betreuung unserer Hodentumor-Patienten legen wir genauso wie bei der Betreuung anderer Uro-Onkologischer Patienten viel Wert auf interdisziplinäre Zusammenarbeit. Besonders ist hier die Psychoonkologische Beratung und Betreuung im Haus zu erwähnen sowie die Fallvorstellung der Patienten in der interdisziplinären Tumorkonferenz am Klinikum.

Auf speziellen Wunsch bieten wir auch eine Beratung im Sinne einer Zweitmeinung an. Gerne können Sie hierzu einen Gesprächstermin über das urologische Sekretariat vereinbaren.