Es ist geschafft. 16 Krankenpflegeschüler und 10 Kinderkrankenpflegerinnen
haben ihr Staatsexamen abgeschlossen und ihre dreijährige Ausbildungszeit
beendet. Nun erhielten sie im Hörsaal der Berufsgenossenschaftlichen
Unfallklinik ihre Zeugnisse. Seit vier Jahren befinden sich die
Berufsfachschulen für Kinderkrankenpflege und Krankenpflege unter einem
gemeinsamen Dach in Garmisch-Partenkirchen. Aufgrund der Kooperation Murnauer
Unfallklinik (UKM) mit dem Klinikum finden die Abschlussfeiern mit
Zeugnisübergabe nun abwechselnd im Garmisch-Partenkirchner Krankenhaus, im
Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie sowie in der UKM
statt. "Die gesamte Klasse 05/08 hat das Staatsexamen mit Bravour bestanden",
freute sich Désirée Akpan, Leiterin der Berufsfachschulen für
Kinderkrankenpflege und Krankenpflege. Die Absolventen hätten "Die Konstellation
der Schulzusammenlegung mit Tapferkeit gemeistert", erklärte sie. Dies lasse auf
einen "erfolgreichen Synergieeffekt der Kooperation schließen – und das trotz
der steigenden und extremen Anforderungen in der Ausbildung in einem Beruf, der
sich mit großen Schritten auf dem steinigen Weg zur eigenen Profession
befindet." Lebenslanges Lernen mahnte die Pflegedirektorium des Klinikums und
Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Marie-Luise Müller, an. So solle etwa das
Projekt "Pflege 2012" im |
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Klinikum in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Einrichtungen einen
Veränderungsprozess einleiten: "Von der Funktion hin zu einer
prozessorientierten Behandlung – von der Aufnahme bis zur Entlassung." Den
Pflegekräften komme darin eine große Bedeutung zu, weil sie den
Steuerungsprozess für die gesamte Behandlung übernähmen. Pflegefremde
Tätigkeiten sollten dabei zunehmend an Servicekräfte und
Organisationsassistenten übertragen werden. Von "gewaltigen Veränderungen in
der Krankenhauslandschaft" sprach Landrat Harald Kühn. Die Gesundheitswirtschaft
insgesamt gehöre zu den großen Wachstumsbereichen in Deutschland. Als erfreulich
wertete er, das 70 Prozent der Pflegeschüler aus der Region kommen und die
meisten davon auch nach Abschluss ihrer Ausbildung im Landkreis bleiben und dort
arbeiten. Auf eine veränderte Erwartungshaltung der Patienten gegenüber dem
Pflegepersonal wies der Ärztliche Direktor des Klinikums Garmisch-Partenkirchen,
Dr. Johann N. Meierhofer, hin. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten mahnte
die Pflegedienstleiterin der Kinderrheumaklinik, Schwester Dorothea Herz, an.
Wolfgang Loth, stellvertretender Pflegedirektor der Unfallklinik sprach von
einer Erweiterung des Verantwortungsbereichs der Pflegekräfte für die Zukunft.
Für Heiterkeit sorgte dazwischen ein humorvoll gestalteter Lichtbildervortrag
von Krankenpflegeschüler Michael Braun. |