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Mit neuer Kompetenz zum Tumorzentrum


Nach der Schweiz, den USA und renommierten Häusern in Deutschland wirkt Dr. Gerhard H. Simon nun am Klinikum Garmisch-Partenkirchen. Schon weiß der neue Chefarzt der Radiologie und Nuklearmedizin, dass er sein Wissen hier perfekt einbringen kann.

Seine Liebe zu den Bergen und zum Skifahren allein war es nicht, die Dr. Gerhard H. Simon bewogen hat, sich als Nachfolger von Dr. Gerd Hein ans Klinikum Garmisch-Partenkirchen zu bewerben. Dass hier optimale Bedingungen herrschen, um dieser Leidenschaft zu frönen, nennt der neue Chefarzt der Radiologie und Nuklearmedizin allerdings "einen willkommenen Nebeneffekt". Das wichtigste Kriterium sei allerdings gewesen, "dass mein Profil optimal zur Ausschreibung gepasst hat".
Dem kann Landrat Harald Kühn, der zudem Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikums GmbH ist, nur zustimmen: "Aufgrund des beruflichen Werdegangs von Dr. Simon gehen wir davon aus, dass es gut weitergeht". Die Abteilung sei schließlich immens wichtig für das ganze Haus. Ein Ansatz, den der Nürnberger teilt: "Die Radiologie verstehe ich als Dienstleistung am Patienten und im gleichen Maß auch für die klinisch tätigen Kollegen."

Mit den Bereichen Tumor- und Sportmedizin habe er sich auch an seiner bisherigen Wirkungsstätte, dem Medizinischen Institut in Zürich, beschäftigt. "Das passt sehr gut hierher", unterstreicht der 42-Jährige, der froh ist, dass die Geräte in seiner neuen Wirkungsstätte auf sehr aktuellem Stand sind. Mit ihm zusammen strebe das Klinikum nun an, ein Tumorzentrum zu werden, verrät Ärztlicher Direktor Dr. Johann N. Meierhofer. "Dazu gehört auch die interdisziplinäre Radiologie." Ziel sei, sich zertifizieren zu lassen, dass das Haus an der Auenstraße organisatorisch entsprechend aufgestellt sei. Die Behandlung von Krebs-Patienten wird natürlich auch jetzt schon von Medizinern aller betroffenen Fachrichtungen untersucht, ehe sie dann gemeinsam die erforderliche Therapie besprechen.

Unter anderen wird sich Simon hierbei mit Computertomographie-(CT)-gesteuerten Biopsien einbringen. Dabei wird das erkrankte Gewebe mittels der Bilder diagnostiziert, ausgehend davon sticht der Arzt dann eine Nadel hinein und entnimmt eine Probe. "Diese Technik kann man bei Bandscheiben-Vorfällen anwenden", erläutert der Radiologe. Möglich sei, dazu Cortison gezielt an die entzündeten Nervenenden zu spritzen. "Dadurch ist es möglich, hervorragende therapeutische Erfolge zu erzielen, ohne gleich operieren zu müssen."
Ein weiteres Anliegen ist dem neuen Chefarzt, ein Archivierungssystem für das Bildmaterial zu installieren. "So kommt man schneller und unkomplizierter an Voraufnahmen heran, was das effektive und exakte Arbeiten sehr erleichtert", findet Dr. Gerhard H. Simon, der neben der Schweiz beispielsweise auch am Klinikum rechts der Isar in München, in New York und San Francisco gearbeitet hat. Zwar bedeute dieser Schritt einen enormen logistischen Aufwand, vor dem aber weder Simon noch seine Kollegen zurückschrecken. Das Klinikum verfüge schließlich über einen sehr guten Ruf, sei ein aufstrebendes haus und mit hochwertigen Medizinern besetzt.

Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt, 24. Januar 2009 – Tanja Brinkmann