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Protest der Kliniken in Berlin


25 Mitarbeiter aus dem Klinikum Garmisch-Partenkirchen waren zur Klinik-Demo nach Berlin gereist. Auch Geschäftsführer Wolfgang Türk und der Ärztliche Direktor Dr. Johann N. Meierhofer beteiligten sich an der Protestkundgebung am Brandenburger Tor.
Aus dem gesamten Bundesgebiet waren Klinik-Mitarbeiter mit Sonderzügen und Bussen angereist. In einem großen Protestzug haben rund 130.000 Vertreter für die Rettung der deutschen Krankenhäuser demonstriert. Eine Kostenlawine von rund 6,7 Milliarden Euro rollt auf die Krankenhäuser zu. Viele deutsche Kliniken stehen vor einen finanziellen Kollaps. Die Kräftige Tarifanhebung um 8 Prozent, die nur zur Hälfte gegenfinanziert wird, sowie die derzeit hohen Energiepreise bereiten den Kliniken große Probleme. Die Pflegedirektorin des Klinikums Garmisch-Partenkirchen, Marie-Luise Müller, war in ihrer Funktion als Präsidentin des Deutschen Pflegerats Sprecherin in der offiziellen Kundgebungsansprache. Sie kritisierte den Sparzwang der Politik im Gesundheitswesen. "Die Arbeitsrealität der Pflegekräfte ist grenzwertig, vor allem die Arbeitsverdichtung in der Krankenpflege. Vor zehn Jahren versorgte eine Pflegekraft im Schnitt noch sechs Patienten auf Station, heute sind zwölf Patienten zu versorgen. Naiv, wer glaubt, so etwas bleibe ohne Folgen für die Versorgungsqualität!"

Quelle: Kreisboten, 4. Okt. 2008