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Info-Tag im Klinikum Garmisch-Partenkirchen – Neue OP-Säle der Öffentlichkeit vorgeführt

3.000 Besucher schauen Medizinern über die Schulter

Trotz Sonnenschein strömten am Sonntag über 3.000 Besucher zum "Tag der offenen Tür" des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. "Wir freuen uns, dass sich die Bevölkerung so mit ihrem Krankenhaus identifiziert", sagte der Ärztliche Direktor Dr. Johann Meierhofer.
Das Fest zum 40. Geburtstag der Einrichtung wurde bewusst hinausgeschoben, um es mit dem Abschluss des sechsten Bauabschnitts zu feiern. 138 Millionen Euro wurden bis 2008 ins Klinikum investiert, der nächste Bauabschnitt – die Bettenhaussanierung – ist bereits geplant.
Doch nun konnte der Öffentlichkeit erstmal der neu sanierte Trakt mit OP-Sälen und den Hightech-Diagnostikräumen des Zentrums für Innere Medizin präsentiert werden. Bei der Magenspiegelung, die Chefarzt Professor Dr. Hans-Dieter Allescher vornahm und die Neugierige auf Monitoren verfolgen konnte, war der Andrang besonders groß. Anni und Karlheinz Greulich aus Heidelberg waren extra von ihrem Urlaubsort nahe Füssen gekommen: "Ein Bekannter, der hier ein neues Hüftgelenk bekommen hat, lobt das Klinikum über alle Maßen. Jetzt wollten wir uns selbst mal ein Bild machen", erklärte Karlheinz Greulich. Das Ehepaar war vor allem von den modernen medizinischen Geräte beeindruckt.

Maria und Peter Braumiller aus Garmisch-Partenkirchen hatten ihren Rundgang in der Urologie begonnen. Während der Senior von Oberarzt Dr. Hans Ott und seinem Team die laproskopische Chirurgie erklärt bekam und beeindruckt war von der Steinentfernung per Stoßwellentherapie, "operierte" seine Frau endoskopisch am Simulator. Oberarzt Dr. Peter Gutsfeld zeigte sich in der Unfallchirurgie "vom fachlichen Interesse und den detaillierten Fragen der Besucher überrascht" und nahm sich viel Zeit für die Antworten.
Das Konzept von Gudrun Stadler, Leiterin von Öffentlichkeitsarbeit und Marketing, ging voll auf: Zeitlich top abgestimmt, waren die 16 medizinischen Fachdisziplinen, die Pflege-, Ausbildungs- und Technikbereiche, die Psychiatrische Klinik, die Rettungsdienste und Partnerorganisationen mit Postern, Info- sowie Anschauungsmaterial ausgestattet und damit bestens vorbereitet. Die Besucher konnten sich überzeugen, dass hier vor allem innovativ geplant wird und, wie der Ärztliche Direktor versicherte, "es in der medizinischen Behandlung und Pflege keinen Unterschied zwischen Kassen- und Privatpatienten gibt".

Quelle: Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 19. Mai 2009 – Margot Schäfer