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Fit trotz Folgeverletzung

Lösungen für Sportler, die mehrere Operationen brauchen

"Eigentlich war alles gut". Unter diesem Motto treffen sich am heutigen Freitag und am morgigen Samstag zahlreiche Ärzte zum unfallchirurgischen-sportorthopädischen Zugspitzsymposium in Garmisch-Partenkirchen.
Das Motto soll die Misslage eines Sportlers beschreiben, der einen Verletzung zunächst erfolgreich auskuriert und sich dann erneut eine Erkrankung zugezogen hat.
"Die Weiterentwicklung in der Medizin ermöglicht es heutzutage, überwiegend die Sportfähigkeit des Patienten wieder herzustellen", erläutert Dr. Peter Gutsfeld, leitender Arzt der Unfallchirurgie und Sportorthopädie am Garmisch-Partenkirchner Klinikum. Die Sportler nehmen ihr Training wieder auf dem alten Niveau auf. "Natürlich bestehen danach wieder die gleichen Risiken für eine Verletzung wie zuvor", erläutert der Facharzt. "Und die zweiten oder dritten Operation ist nie dieselbe wie die erste." Ein erster Eingriff hinterlässt immer Spuren, und häufig müssen bei weiteren OPs andere

Techniken und Therapien angewendet werden.
Mit Lösungen für Folgeverletzungen beschäftigen sich die insgesamt 27 Referenten, die mitunter aus Österreich und der Schweiz kommen, bei dem Kongress. Es geht konkret um die Frage, wie Sportlern auch beim zweiten, dritten oder vierten Unfall noch geholfen werden kann und was schon bei einer ersten OP zu beachten ist, damit weitere Eingriffe möglich sind.
Anhand von Schulterverletzungen diskutieren Experten diese Aspekte am heutigen Freitag im Richard-Strauss-Saal des Kongreshauses. Zum Abschluss erläutern Mediziner Problemfälle aus eigener Erfahrung und stellen sie zur Diskussion.
Klassische Sportverletzungen am Knie stehen dann am morgigen Samstag im Mittelpunkt. Gutsfeld fügt hinzu: "Abschließende gibt es noch zwei Workshops, in denen unter anderem eine Knochenregeneration (Nachzüchtung von Knochen) praktisch geübt werden kann.

Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 20. Nov. 2009