30.04.2021

Chefarzt Prof. Dr. Herbert Leyh geht in Ruhestand

Mehr Zeit für Kultur, Garten und Freunde

Garmisch-Partenkirchen, 30.04.2021: Nach mehr als zwei Jahrzehnten als Chefarzt der Abteilung Urologie & Kinderurologie verabschiedet sich Prof. Dr. med. Herbert Leyh zum 30. April in den Ruhestand. „Am wichtigsten waren mir immer zufriedene Patienten und das Gefühl, auch wenn Komplikationen nicht immer zu vermeiden sind, sie gut behandelt zu haben“, sagt Prof. Dr. Herbert Leyh. Dass ihm dies gut gelungen sein muss, beweist der gute Ruf der Garmisch-Partenkirchner Urologie weit über die Landkreisgrenzen hinaus: Fast die Hälfte der urologischen Patienten stammen von außerhalb des Landkreises. Prof. Dr. Herbert Leyh selbst machte sich in den vergangenen Jahren insbesondere als Prostataexperte einen Namen und wurde in diesem Bereich regelmäßig vom Magazin FOCUS Gesundheit unter die besten Mediziner Deutschlands gewählt. Weitere klinische Schwerpunkte waren die Tumorchirurgie, die medikamentöse Tumortherapie, das Thema Inkontinenz sowie plastisch-rekonstruktive Operationsverfahren. Insgesamt legte Prof. Dr. Herbert Leyh stets großen Wert auf ein breites Behandlungsspektrum. „Alle urologischen Erkrankungen sollten kompetent hier vor Ort versorgt werden können“, betont Leyh. Aus diesem Grund forcierte der Mediziner vor Jahren gemeinsam mit Oberärztin Dr. med. Ulrike Necknig auch erfolgreich den Aufbau des Schwerpunkts Kinderurologie am Klinikum.

Ebenso ein Verdienst von Prof. Dr. Herbert Leyh: Nahezu jeder Urologische Assistenzarzt in Deutschland versucht zumindest einmal während seiner Ausbildung nach Garmisch-Partenkirchen zu kommen. Der Grund dafür liegt nicht etwa in einer besonderen Bergwanderleidenschaft unter Medizinern dieser Fachrichtung, sondern an den Garmisch-Partenkirchner Assistentenseminaren. Die Veranstaltung, die in dieser Form bundesweit einmalig ist, wurde 2002 in Kooperation der Urologischen Abteilung am Klinikum und der  deutschen urologischen Assistentenvereinigung (GeSRU) ins Leben gerufen und genießt inzwischen Kultcharakter beim Mediziner-Nachwuchs. „Die Aus- und Fortbildung junger Kollegen lag mir schon immer am Herzen“, so Leyh. „Wir sind auch die erste nicht-universitäre urologische Abteilung, die auf nationalem und bereits seit 20 Jahren auch auf europäischem Niveau für die Weiterbildung zertifiziert ist.“ Zudem leitet Leyh seit über zehn Jahren als Generalsekretär der Bayerischen Urologenvereinigung die Geschicke der Bayerischen Urologen.

Auch künftig will sich Prof. Dr. Herbert Leyh für Projekte zur Verbesserung der Weiterbildung des urologischen Nachwuchses engagieren. Dennoch hofft er, im Ruhestand etwas mehr Zeit für seine Hobbies zu finden. „Meine Leidenschaft sind Kunst und Kultur. Gerade nach der pandemiebedingten Abstinenz habe ich eine große Vorfreude auf die Wiedereröffnung von Oper, Konzerten und Theater“, erklärt Leyh. Auch der Garten soll davon profitieren, dass der Mediziner künftig mehr Zeit zu Hause verbringt: „Mein Garten ist bislang immer etwas zu kurz gekommen“, gesteht Leyh. „Und natürlich freue ich mich auf mehr Zeit für meinen Freundeskreis.“

Wir danken Prof. Dr. Herbert Leyh für sein großes Engagement und wünschen ihm für seinen wohlverdienten Ruhestand alles Gute! Landrat Anton Speer überreichte zum Abschied die Ehrenmedaille des Landkreises in Silber.


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Über das Klinikum Garmisch-Partenkirchen

Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), ist ein hoch spezialisierter Anbieter anerkannter Spitzenmedizin mit überregionalem Versorgungsauftrag. Zudem ist das Klinikum fachübergreifender medizinischer Rundumversorger für die Menschen der Region. Rund 1.500 qualifizierte und motivierte Mitarbeiter versorgen Patienten in 18 medizinischen Fachabteilungen nach den neuesten wissenschaftlichen Standards. Die enge fachübergreifende Zusammenarbeit in Diagnostik und Therapie hat das Ziel, Kompetenzen zu bündeln – um für jeden Patienten die beste individuelle Behandlungsmethode zu entwickeln. Für die stationäre Versorgung von 23.000 Patienten im Jahr stehen 495 Betten bereit,
ambulant werden jährlich weitere 45.000 Patienten behandelt. Das Klinikum ist seit 2004 nach dem Qualitätsmodell „Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus (KTQ)“ zertifiziert.
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