21.05.2026
Klinikum wird Hernienzentrum – Zertifizierung erhalten
Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist jetzt offiziell als Hernienzentrum anerkannt. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat der Einrichtung die entsprechende Zertifizierung verliehen. Das Zentrum ist an der Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- & Onkologische Chirurgie angesiedelt. Damit wird dem Klinikum eine hohe medizinische Qualität in der Behandlung von Hernien bescheinigt.
„Die Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unserer Abteilung. Neben dem Schwerpunkt der onkologischen Chirurgie stellt die Hernienchirurgie seit vielen Jahren eine relevante Rolle unserer klinischen Versorgung dar“, erklärte Prof. Dr. Martin Angele, Chefarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- & Onkologische Chirurgie. Eine Hernie, umgangssprachlich auch Weichteil- oder Bauchwandbruch genannt, entsteht durch eine Schwachstelle in der Bauchwand. Dabei können sich Bauchfell oder innere Organe nach außen vorwölben. Sichtbar wird dies häufig durch eine tast- oder sichtbare Vorwölbung. Besonders betroffen sind natürliche Schwachstellen wie die Leistenregion oder der Nabel.
Mit rund 80 Prozent aller Fälle gilt der Leistenbruch als häufigste Form der Hernie. Da sich ein Bruch in der Regel nicht von selbst zurückbildet und die Gefahr einer Einklemmung besteht, ist oftmals eine Operation erforderlich. Der Anerkennung ging eine mehrjährige Prüfphase voraus. In den vergangenen drei Jahren musste das Klinikum die Qualität seiner Behandlungen kontinuierlich nachweisen – eine Grundvoraussetzung für die Zertifizierung.
Auch künftig werden die Standards und Behandlungsergebnisse überprüft. Die Prüfung führte Dr. Guido Baschleben aus Leipzig durch. „Die Zertifizierung bestätigt die hohe Qualität unserer täglichen Arbeit. Entscheidend ist dabei nicht nur die operative Erfahrung, sondern auch die strukturierte Diagnostik, die individuelle Therapieplanung und die konsequente Nachsorge“, weiß Oberarzt Michael Jachmann zu berichten, einer der Operateure des Hernienzentrums. Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen werden jährlich über 500 Hernien-Operationen durchgeführt, ein großer Teil davon ambulant.
In den vergangenen Jahren sei das Behandlungsspektrum im Bereich der Hernienchirurgie kontinuierlich erweitert worden. Als Operateure am Zentrum sind Prof. Dr. Martin Angele, Oberarzt Michael Jachmann und Dr. Jens Schwarz tätig.
Die Leitung des Hernienzentrums übernimmt Dr. Jens Schwarz. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf modernen minimal-invasiven Operationsverfahren. Diese werden individuell an den jeweiligen Befund und die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten angepasst. Ziel ist es, sichere, schonende und möglichst rasch belastbare Therapiekonzepte anzubieten – von der ambulanten Leistenhernienversorgung bis zur komplexen Bauchwandrekonstruktion. Für Patienten bedeutet die Zertifizierung vor allem eine wohnortnahe Versorgung auf hohem medizinischem Niveau.
Hinzu kommen regelmäßige Qualitätskontrollen sowie angepasste Therapiekonzepte. „Für das Klinikum ist die Zertifizierung zum Hernienzentrum ein wichtiger Meilenstein. Unser Anspruch und unsere Qualität waren schon immer auf Höchstniveau. Jetzt wollen wir das Hernienzentrum mit modernen, sicheren und individuell angepassten Therapien weiter in die Zukunft führen - in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen in der Region“, berichtet Dr. Schwarz.
v. l.: Kaufmännischer Direktor Martin Hansel, OP-Fachbereichsleitung Melanie Lenzen, Assistenzärztin Carrie Lessure, Oberarzt Michael Jachmann, Chefarzt Prof. Dr. med. Martin
Angele, Dr. Guido Baschleben, Pflegedirektorin Gisela Gehring, Facharzt Dr. med. Jens Schwarz, Sekretarin Elisabeth Waldburger, OP-Leitung Andrea Stöcklein.

