17.09.2026
Vom Sturz zum Comeback – moderne Medizin bei Sportverletzungen
Ob auf der Skipiste, dem Fußballplatz, beim Reiten, auf dem Berg oder auf dem Fahrrad: Sportverletzungen können innerhalb weniger Sekunden weitreichende Folgen haben. Neben Prellungen und Schürfwunden gehören Knochenbrüche, Gelenkverletzungen sowie Schäden an Bändern, Sehnen, Muskeln oder Knorpeln zu den typischen Verletzungsmustern. Wie moderne Medizin Betroffene von der ersten Versorgung in der Notaufnahme über eine mögliche Operation bis hin zur Rückkehr in Sport und Alltag begleitet, steht im Mittelpunkt der nächsten Veranstaltung der Reihe „Gesundheit im Dialog“ am Klinikum Garmisch-Partenkirchen.
Unter dem Titel „Vom Sturz zum Comeback – moderne Medizin bei Sportverletzungen: Von der Notaufnahme über die Operation bis zur Rehabilitation“ führen die beiden Chefärzte Dr. med. Thomas Händl und Dr. med. Andreas Thannheimer durch den Abend. In der Magistrale des Klinikums geben sie Einblicke in die Arbeit der Zentralen Notaufnahme sowie der Unfallchirurgie, Sportorthopädie, Kindertraumatologie und Handchirurgie.
Gerade bei sportlichen Aktivitäten gehören Stürze zu den häufigsten Unfallursachen. Abhängig von Sportart, Geschwindigkeit und Unfallmechanismus reicht das Spektrum von vergleichsweise leichten Verletzungen bis zu komplizierten Brüchen, Gelenkverletzungen oder inneren Blutungen. Für Freizeit- und Breitensportler kann dies eine längere Pause bedeuten. Im Leistungssport können schwere Verletzungen sogar Auswirkungen auf die weitere sportliche Karriere haben.
„Besonders oft passieren Stürze beim Klettern, Mountainbiken, Trailrunning, Wandern, Fußball, im Skisport oder beim Motorradfahren. Sie führen oft zu Prellungen, Schürfwunden oder sogar zu schweren Knochenbrüchen“, berichtet Dr. Thomas Händl, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme. Weiter erklärt er: „Aufgrund unserer Lage spielen bergsportassoziierte Verletzungen hier am Klinikum eine große Rolle in der Versorgung.“
Nach einem schlimmen Sportunfall ist die Zentrale Notaufnahme häufig die erste Anlaufstelle. Dort werden die Patientinnen und Patienten untersucht, medizinisch versorgt und bei Bedarf stabilisiert. Anschließend folgt die weiterführende Diagnostik. Dabei gilt es frühzeitig zu entscheiden, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine Operation erforderlich ist.
Händl und Thannheimer sind mit ihren Fachabteilungen auf die Versorgung unterschiedlichster Verletzungsmuster spezialisiert. Ist eine unfallchirurgische Behandlung notwendig, übernimmt das Team um Dr. Andreas Thannheimer, Chefarzt der Unfallchirurgie, Sportorthopädie, Kindertraumatologie und Handchirurgie, die weitere Versorgung.
„Knochenbrüche und Gelenkausrenkungen sind oft mit sehr starken Schmerzen verbunden. Fehlstellungen und starke Schwellungen erschweren die Behandlung“, erklärt Thannheimer.
Gerade bei solchen Verletzungen steht neben der Behandlung der akuten Verletzung die möglichst vollständige Wiederherstellung von Beweglichkeit, Stabilität und Belastbarkeit im Mittelpunkt. „Ziel ist es, Patientinnen und Patienten sicher zurück in ihren Alltag und – wenn möglich – auch zurück zu ihrer sportlichen Aktivität zu bringen“, sagte Dr. Thomas Händl.
Die Arthroskopie ist ein minimalinvasives Verfahren zur Untersuchung und Behandlung von Gelenken und eine von mehreren modernen Möglichkeiten, Eingriffe besonders schonend durchzuführen. Gleichzeitig erfordert jedes Verletzungsmuster eine individuelle Therapie.
Wichtig ist zudem, die Physiotherapie frühzeitig in die Behandlung einzubinden.
„Das Gesamtkonzept der Patientenversorgung muss von Anfang an stimmen, um das bestmögliche Ergebnis für den Patienten zu erreichen“, bekräftigt Thannheimer.
Eine entscheidende Rolle spielt deshalb die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Die medizinische Planung endet nicht mit einer möglichen Operation. Bereits während der Akutversorgung wird der weitere Behandlungsweg mitgedacht. Insbesondere nach schweren Sportverletzungen ist die Rehabilitation ein wichtiger Bestandteil der Versorgung. Schritt für Schritt sollen Beweglichkeit, Kraft und Belastbarkeit wieder aufgebaut und die Voraussetzungen für die Rückkehr in Alltag und Sport geschaffen werden.
Wie dieser Weg vom Unfall bis zum Comeback aussehen kann, zeigen Dr. Händl und Dr. Thannheimer bei „Gesundheit im Dialog“ am 28. September ab 18 Uhr im Klinikum Garmisch-Partenkirchen. Anhand konkreter Beispiele stellen die beiden Chefärzte typische Sportverletzungen, moderne Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie die weitere Rehabilitation vor. Auch der direkte Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern steht im Mittelpunkt des Abends. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei.
