Du willst uns kennenlernen?
Dann komm zu unserer Erlebnisbewerbung!

Weiterlesen

Nabelbruch

Was ist ein Nabelbruch/Bauchdeckenbruch?

Ein Nabelbruch (Nabelhernie) ist die Vorwölbung eines Bauchfellsackes im Bereich des Nabels bzw. in der Bauchmittellinie oberhalb des Nabels. Inhalt des Bruchsackes kann Fettgewebe oder auch Darm sein.

Welche Symptome verursacht ein Nabelbruch/Bauchdeckenbruch?

Meist zeigt sich eine Vorwölbung am Nabel bzw. in der Bauchmittellinie oberhalb des Nabels, oft verbunden mit einem Ziehen in die Flanken oder regelrechten Schmerzen. Eine Druckerhöhung im Bauchraum (z. B. Husten, schweres Heben) verstärkt die Vorwölbung, oft auch die Beschwerden. Im Liegen und mit Gegendruck verschwindet die Vorwölbung. Eine nicht mehr wegdrückbare Vorwölbung, unter Umständen mit starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen kann durch das eher seltene Ereignis einer Darmeinklemmung verursacht sein, die notfallmäßig operiert werden muss. Viele Bauchwandbrüche können ohne jegliche Symptome auftreten.

Sind zusätzliche Untersuchungen notwendig?

Meist reicht eine körperliche Untersuchung zur Diagnosestellung. Ergänzend kann eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein. In besonderen Fällen ist die Durchführung einer Kernspintomographie oder Computertomographie angezeigt.

Wie behandelt man einen Nabelbruch / Bauchdeckenbruch?

Ein Nabelbruch / Bauchdeckenbruch kann nur mit einer Operation behoben werden. Bei kleinen Brüchen, unter zwei Zentimeter im Durchmesser, kann eine kleine offene Operation mit einer Naht der Bruchlücke durchgeführt werden. Bei größeren Brücken werden minimal-invasive Operationstechniken (IPOM/eTEP/EMILOS) oder offene Operationsverfahren mit einem etwas größeren Schnitt im Bereich des Bruches (Sublay/Patch-Plastik) eingesetzt. Bei beiden Verfahren wird die Bauchwand mit einem Kunsstoffnetz verstärkt. Das Operationsverfahren ist abhängig von der Bruchgröße, Voroperationen, angestrebter Bauchdeckenbelastbarkeit, Risikofaktoren, der Dicke der Bauchdecke und kosmetischen Faktoren.
Nicht jeder Bruch muss operiert werden. In einigen Fällen kann eine Beobachtung und Überwachung des Bruchs ausreichen, insbesondere wenn der Bruch klein ist und keine Symptome verursacht.

Wie gestaltet sich der Krankenhausaufenthalt?

Bei kleinen Brüchen am Bauchnabel oder auch oberhalb des Bauchnabels kann häufig eine ambulante Operation durchgeführt werden. Größere Brüche, die mit einer minimalinvasiven oder offenen Operation zu behandeln sind, versorgen wir unter stationären Bedingungen. Die Länge des Aufenthaltes ist von der Größe der Hernie, möglichen Vorerkrankungen oder weiteren individuellen Faktoren abhängig. Aufstehen und Bewegung sollten noch am Operationstag erfolgen. Meist ist der stationäre Aufenthalt unter einer Woche.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Die durchgeführten Operationen stellen eine alltagstaugliche Versorgung dar. Nach erfolgter Operation kann der Patient bei Schmerzfreiheit seinem gewohnten Alltag nachgehen. Ein individuelles Beratungsgespräch erfolgt im Anschluss an die Operation durch den Operateur. Hierbei wird das Verhalten bezüglich der körperlichen Belastung besprochen. Ein Fadenzug ist in der Regel bei resorbierbarem Nahtmaterial nicht notwendig.

Unsere Klinik nimmt an der europaweiten Herniamed-Studie zur Qualitätssicherung in der Hernienchirurgie teil. Wir werden sie nach einem, fünf und zehn Jahren zum Operationsergebnis und ggf. aufgetretenen Komplikationen kontaktieren.

Bestehen Risiken und Komplikationsmöglichkeiten?

Jede Betäubungs- oder Narkoseform und natürlich auch jedes operative Verfahren hat ein eigenes Risikoprofil, das auch von den Begleiterkrankungen eines Patienten abhängig ist. Das operative Vorgehen versucht das Risiko einer Nachblutung, Wundinfektion und die Verletzung von Nachbarstrukturen weitestgehend zu minimieren. Die Operationstechnik zielt auch darauf ab, das erneute Auftreten eines Weichteilbruches so gering wie möglich zu halten. Im Rahmen des Informationsgespräches mit unseren Patienten gehen wir auf diese Risiken gesondert ein. Eine interne und externe Qualitätssicherung (Beteiligung am Herniamed-Register) sollen dazu beitragen, einen hohen Qualitätsstandard zu halten und kontinuierlich die Qualität zu prüfen und zu verbessern. Nach der Operation ist jederzeit eine Wiedervorstellung möglich. Bei auftretenden Komplikationen stehen wir selbstverständlich auch bei der Nachbehandlung zur Verfügung.