Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist für Besucher wieder geöffnet

Öffnungszeiten für Besuche:
Standort Garmisch-Partenkichen: von 15 bis 18 Uhr
Standort Murnau: von 14 bis 18 Uhr 

Unabhängig vom Impfstatus müssen alle Besucher grundsätzlich symptomfrei sein und ein negatives Testergebnis vorweisen (PCR-Test nicht älter als 48 Stunden oder Antigen-Schnelltest nicht älter als 24 Stunden). 

Kostenlose Corona-Schnell-Tests vor dem Haupteingang des Klinikums Garmisch-Partenkirchen 
Öffnungszeiten: 

Mo-Fr  07.30 Uhr - 12.00 Uhr und 13.00 Uhr - 18.00 Uhr
Sa-So  14.00 Uhr - 18.00 Uhr

Hier finden Sie weitere Infos zu unseren Besuchsregelungen.

 

Diabetologie & Stoffwechsel

Diabetologie


Diabetologie ist die medizinische Fachrichtung, die sich mit der Behandlung des Diabetes mellitus, also mit Zuckererkrankungen beschäftigt.

Das Team besteht aus Ärzten unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Hans-Dieter Allescher, der Fachpflege auf Station, dem Team der Ernährungsmedizin und der Diabetesberaterin DDG Frau Göhmann-Schweda. Die Diabetesberaterin betreut, berät, schult und begleitet an Diabetes mellitus erkrankte Menschen aller Altersstufen unter Berücksichtigung ihrer körperlichen, sozialen, kulturellen, geistigen und seelischen Bedürfnisse.

Medizinisches Leistungsangebot
  • Individuelle Therapieanpassung und Optimierung der Blutzuckereinstellung
  • alle Diabetes-Typen werden behandelt, zudem erfolgt durch uns die konsiliarische Mitbetreuung auf allen Stationen des Unfallklinik
  • Behandlung und Typisierung bei Erst- und Hauptdiagnose des Diabetes mellitus auf den internistischen Stationen
  • Behandlung der akuten, schweren Stoffwechselentgleisung, wie z. B. Ketoazidose, auf der Intermediate Care Unit / Intensivstation
  • Individuelle Beratung und Schulung bezüglich Ernährung, Insulin-Injektion und -Therapie, Blutzuckermessung, Interpretation der Blutzuckerwerte, Verhalten bei Hyper-/Hypoglykämie, Ketoazidose und vieles mehr. Bei Bedarf Beratung und Schulung von/mit Angehörigen, ggf. mit Dolmetscher
  • Kontinuierliches Glucosemonitoring (Sensor, Flash Glucose Monitoring) verfügbar
  • Behandlung von Patienten mit Insulinpumpentherapie
  • Behandlung bei metabolischem Syndrom, Insulinresistenz
  • Ausführliche Fußuntersuchung, bei Bedarf interdisziplinäre Wundbehandlung, Versorgung mit orthopädischen Hilfsmitteln wie diabetesgerechter Fußbettung, Entlastungsschuhen
  • Bei Verdacht auf Folgeschäden des Diabetes erfolgt eine weiterführende fachspezifische Diagnostik, z. B. Nevenleitgeschwindigkeit, Urinanalyse, Gastroparese-Test, Dopplersonographie, Angiographie
  • Erstellen eines ausführlichen Befundes und Therapieplans sowie ggf. eines Insulin- und Korrekturschemas für den weiterbehandelnden Arzt



Stoffwechselerkrankungen


Hormone sind Botenstoffe und werden von verschiedenen Organen erzeugt und regulieren nahezu jedes Organ im Körper. Dabei können Hormonerkrankungen auftreten. Sind Hormone vermehrt oder vermindert vorhanden, kann es zu Stoffwechselstörungen kommen. Nicht nur seltene Hormonstörungen können auftreten, sondern auch häufig vorkommende Erkrankungen, wie Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Diabetes, etc.; sie betreffen Millionen von Menschen in Deutschland.

Schilddrüsenerkrankungen (Hypothyreose, Hyperthyreose)

Die Schilddrüse gilt als „Taktgeber“ für den gesamten Körper, da sie zahlreiche Hormone, die die unterschiedlichsten Funktionen im Körper beeinflussen, produziert. Schilddrüsenhormone sind also an vielen hormonellen Regelkreisen beteiligt.

Wir haben in unserem Klinikum umfassende diagnostische Möglichkeiten durch Labor, Ultraschall, Probengewinnung des Organ und in Zusammenarbeit mit der Nuklearmedizin/Radiologie (Schilddrüsenszintigaphie) und Chirurgie erweiterte Diagnostik und Therapie.

Erkrankungen der Schilddrüse können medikamentös oder operativ behandelt werden. Gegebenenfalls werden beide Vorgehensweisen kombiniert.

Schilddrüsenüberfunktion
Hier produziert die Schilddrüse zu viele Hormone. Dies führt zu einem überaktiven Stoffwechsel, der sich z. B. in Unruhe, Schweißausbrüchen, Nervosität, Zyklusstörungen, Unfruchtbarkeit, und Gewichtsverlust äußern kann. Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion können beispielsweise gut- oder bösartige Wucherungen in der Schilddrüse sein, die für den Überschuss an Hormonen verantwortlich sind. Eine weitere Möglichkeit ist die autoimmune (durch das eigene Immunsystem ausgelöste) Überstimulation der Schilddrüse (Morbus Basedow).

Schilddrüsenunterfunktion
Hier produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Symptome sind z. B. Schwächezustände, Müdigkeit, Zyklusstörungen, häufiges Frieren, Durchblutungsstörungen und Übergewicht. Meist ist eine Schilddrüsenunterfunktion nicht angeboren, sondern erworben. Sie kann z. B. nach einer Entzündung der Schilddrüse auftreten oder nachdem eine Überfunktion operativ oder mit einer Radiojodtherapie behandelt wurde. Ebenso können manche Medikamente eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen.
In Bayern häufig ist der sog. Kropf (Struma). Es handelt sich dabei um eine vergrößerte Schilddrüse, wobei die Ursache jedoch unterschiedlich sein kann. In Bayern ist häufiger ein Jodmangel die Ursache.

Andere Stoffwechselerkrankungen

Nebenschilddrüse
Mögliche Stoffwechselerkrankungen der Nebenschilddrüse können eine Überfunktion bzw. eine Unterfunktion sein. Ein mehr an Parat-Hormon bewirkt eine schädigende Aufnahme von Kalzium ("Stein-, Bein- und Magenpein"). Bei einem Mangel hingegen, wird Kalzium aus den Knochen abgebaut, was zu Mangelerscheinungen führen kann. Teilweise entstehen schwere Muskelkrämpfe (Tetanien).

Nebenniere
Hier werden Sexualhormone und verschiedene andere Substanzen wie Aldosteron und Glukokortikoide produziert. Das Nebennierenmark produziert die sogenannten Fluchthormone Adrenalin und Noradrenalin.

  • Das Cushing-Syndrom ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch ein Überangebot von Glukokortikoiden (z.B. Cortisol) verursacht wird. Ein Cortisol-Überschuss kann die Ursache für eine Osteoporose, eine Fettleibigkeit mit Stiernacken oder eine veränderte Körperbehaarung sein.
  • Conn-Syndrom (primärer Hyperaldosteronismus) wird ein in der Regel gutartiger Nebennieren-Tumor bezeichnet, der das Hormon Aldosteron im Übermass produziert. Das Conn-Syndrom gilt als die häufigste Ursache für einen sekundären Bluthochdruck.