Fachabteilungen

Medizinische Leistungen

Die Abteilung Unfallchirurgie, Sportorthopädie & Kindertraumatologie versorgt einen weiten Bereich des unfallchirurgischen und orthopädischen, insbesondere des sportorthopädischen Spektrums.

Zu unseren Schwerpunkten gehören:

Arbeitsunfälle

Chefarzt Dr. med Andreas Thannheimer besitzt die Zulassung zum Durchgangsarztverfahren (kurz D-Arzt) der Berufsgenossenschaften.

Darüber hinaus verfügt das Klinikum Garmisch-Partenkirchen über die Berechtigung zur Versorgung von schwerverletzten Personen nach dem Verletzungsartenverfahren (VAV).

An drei Wochentagen findet eine Sprechstunde für berufsgenossenschaftlich versicherte PatientInnen statt.

Das so genannte Durchgangsarztverfahren (kurz D-Arzt-Verfahren) regelt die Behandlung und Abrechnung eines Arbeitsunfalls in Deutschland. Hierunter fallen auch Unfälle auf dem Weg von oder zur Arbeit, Kindergarten- oder Schulunfälle. Es kommt zur Anwendung, wenn eine gesetzliche Unfallversicherung (z.B. gewerbliche BG, landwirtschaftliche BG, gesetzliche Unfallkasse) die Kosten für die Behandlung übernimmt.

Folglich sind Unfallverletzte nach Arbeitsunfällen/Wegeunfällen einem Durchgangsarzt vorzustellen, wenn…

  • die Unfallverletzung über den Unfalltag hinaus zur Arbeitsunfähigkeit führt, oder

  • die notwendige ärztliche Behandlung voraussichtlich über eine Woche andauert, oder

  • Heil- und Hilfsmittel zu verordnen sind, oder

  • es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt.

Beckenverletzungen

Beckenfrakturen stellen mit einer Häufigkeit von ca. drei bis zwanzig Fällen pro 100.000 Einwohner in Deutschland eine eher seltene aber zumeist schwerwiegende Verletzung dar.

Zwischen dem 20. und dem 40. Lebensjahr liegen die Ursachen größtenteils in Stürzen aus großer Höhe, Verkehrsunfällen und Freizeitunfällen. Mit steigendem Alter treten die Mehrzahl der Frakturen aufgrund verminderter Knochenfestigkeit bereits bei teilweise banalen Stürzen auf.

Das Becken besteht aus mehreren Knochen und Bandstrukturen. Gebildet wird es aus den Beckenschaufeln (Darmbeine) mit dem Acetabulum (der Hüftpfanne) und dem vorderen Anteil mit Sitz- und Schambeinen sowie dem hinteren Anteil mit Kreuzbein als Übergang zur Wirbelsäule. Zusammen mit den Bandstrukturen entsteht der Beckenring.

Es wird zwischen stabilen und instabilen Verletzungen unterschieden.

  • stabile Verletzungen (Typ A) sind Brüche oder Abrisse an den Darmbeinschaufeln, dem Sitzbein, Schambein oder Steißbein unterhalb der Gelenkverbindungen

  • bei horizontal instabilen (Typ-B-) Verletzungen besteht eine Rotations-/Drehinstabilität z.B. bei Sprengung des vorderen Beckenringes und teilweiser Verletzung der hinteren Strukturen

  • die instabilste Verletzung (Typ C) entspricht einer gleichzeitigen Verletzung vorderer und hinterer Strukturen mit Instabilität in allen Ebenen und Verlust der Tragfähigkeit.

Die Entscheidung zur konservativen oder operativen Therapie sowie des Versorgungszeitpunktes einer Beckenringverletzung wird anhand der klinischen Untersuchung, der durchgeführten bildgebenden Diagnostik (Röntgen, CT, MRT) und der hieraus resultierenden Klassifikation der Beckenfraktur getroffen.

Ziel der Behandlung ist eine möglichst anatomische, belastbare Wiederherstellung der Strukturen um eine frühzeitige Mobilisation des Patienten zu ermöglichen.

Handchirurgie

Die Versorgung umfasst ein weites Spektrum der Akutversorgung der rekonstruktiven sowie der elektiven Handchirurgie.

Gesunde Hände sind unentbehrlich! Deshalb beteiligen wir uns an der Kampagne der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie. Mehr erfahren Sie auf der Kampagnenwebsite www.handexperten.com.

Die handchirurgische Versorgung und Behandlung am Klinikum Garmisch-Partenkirchen erfolgt durch zwei Oberärzte, Herrn Dr. Christoph Heidenreich, Handchirurg seit 2009 und Herrn Dr. Michael Millrose, Handchirurg seit 2018 sowie Inhaber des Europäischen Diploms für Handchirurgie (Fellow of European Board of Hand Surgery) seit 06/2019.

Herr Dr. Michael Millrose ist Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie, Herr Dr. Heidenreich absolvierte einen Großteil seiner Ausbildung (bei Herrn Prof. Dr. Lanz) in Bad Neustadt an der Saale, an einer der größten handchirurgischen Spezialkliniken in Deutschland.

Akutversorgung:

Versorgt werden alle Verletzungen der Hand bis hin zu Komplexverletzungen, auch im Rahmen einer Polytraumatisierung. Ausgenommen sind lediglich sogenannte SAV-Verletzungen im Rahmen der besonderen berufsgenossenschaftlichen Heilbehandlung und replantationspflichtige Amputationsverletzungen. Frakturen, Weichteilverletzungen, Sehnen-, Nerven- und Gefäßverletzungen können selbstverständlich mit modernen Implantaten und
- falls erforderlich – in mikrochirurgischer Technik behandelt werden.

Akut behandelt werden auch Infektionen wie z.B. Hand- oder Beugesehnenscheidenphlegmonen, z.B. nach Tierbissverletzungen.

Elektives Behandlungsspektrum:

Das Behandlungsspektrum reicht von nicht oder in Fehlstellung verheilten Frakturen oder sonstigen ungünstigen Folgen früherer Verletzungen (Bewegungseinschränkungen, Nervenausfälle, Bandinstabilitäten und Arthrosen) bis zu anlagebedingten oder erworbenen Veränderungen:

  • Arthroskopie des Handgelenkes z.B. bei Verletzungen der intrinsischen Handwurzelbänder und des triangulären Faserknorpelkomplexes (welche dann im Bedarfsfall offen-chirurgisch versorgt werden können) oder beim sogenannten Morbus Kienböck

  • Denervationsoperationen des Handgelenkes, des Daumensattelgelenkes oder der Fingergelenke bei schmerzhafter Arthrose

  • Sogenannte Rettungsoperationen (z.B. Entfernung der proximalen Handwurzelteile, Teil- oder vollständige Arthrodesen des Handgelenkes)

  • Offen-chirurgische Behandlung des M. Dupuytren aller Stadien

  • Operative Behandlung der Rhizarthrose (Resektions-Suspensionsarthrosplastik)

  • Behandlung von peripheren Nervenkompressionssyndromen, insbesondere des Karpaltunnelsyndroms

  • Ringband- und Sehnenfachspaltungen bei stenosierenden Sehnenscheidenentzündungen

  • Operative Entfernung von Handgelenks- und Fingerganglien, Lipomen und sonstigen gutartigen Tumoren

  • Operative Behandlung auch bösartiger Tumoren / Metastasen an der Hand bis hin zur Strahlenresektion

  • Operative Behandlung leichterer Formen kindlicher Fehlbildungen (Pollex flexus congenitus, Doppelanlage, sonstige Syndaktelien)

Kinder­trauma­tologie

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Klinik ist die Behandlung von verletzten Kindern. Die Diagnostik und Therapie von Patienten im Wachstumsalter muss, um erfolgreich zu sein, speziell an das Alter, die Korrekturmöglichkeit im weiteren Wachstum und natürlich an die kleinen Patienten selber angepasst sein. Wenn es möglich ist, wählen wir die konservative Behandlung (ohne Operation) und nutzen dabei die natürlichen Korrekturmechanismen des Wachstums, die bei Kindern noch stark ausgeprägt sind.

Wenn eine Operation notwendig ist, setzen wir möglichst schonende Operationsverfahren ein, die dem wachsenden Knochen und dem kleinen Patienten mit seinem oft großen Bewegungsdrang gerecht werden.

Durch die enge Kooperation mit der Klinik für Kinderheilkunde in unserem Haus können wir jederzeit eine fachgerechte Behandlung und eine kindgerechte Unterbringung (auf der Kinderstation beziehungsweise der Kinderintensivstation) gewährleisten.

Daneben besteht auch eine Subspezialisierung in der Kinderorthopädie bei folgenden Krankheitsbildern:

  • Erkrankungen des kindlichen Hüftgelenkes (Hüftdysplasie, Morbus Perthes, Epiphyseolysis capitis femoris)

  • Erkrankungen des kindlichen Fußes (kongenitaler Klumpfuß, kindlicher Knick-Senkfuß)

  • Achsfehlstellungen (O- und X-Beine, Beinlängendifferenzen)

  • Skoliose

  • Skelettdysplasien und syndromale Erkrankungen

  • Osteogenesis imperfecta

  • Neuromuskuläre Erkrankungen

Notarztwesen

Die Ärzte der Abteilung für Unfallchirurgie, Sportorthopädie und Kindertraumatologie sind nach der Ausbildung im Fachgebiet Notfallmedizin regelhaft im Notarztwesen der Klinik eingebunden. Dies erfolgt sowohl auf dem Notarzteinsatzfahrzeug als auch mit dem Rettungshubschrauber Christoph Murnau.

Das landgebundene Notarztwesen wird vorwiegend von den ärztlichen Mitarbeitern des Hauses geleistet und sorgt für die Abdeckung des Marktes Garmisch-Partenkirchen sowie der näheren Umgebung rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres.

Im alpinen Raum erfolgen die Einsätze mit Unterstützung durch die Bergwacht oder Rettungshubschrauber der umliegenden Standorte, ggf. auch grenzüberschreitend.

Schulter- / Ellen­bogen­chirurgie

Das Schultergelenk ist ein muskelgeführtes Gelenk, d.h., die Führung wird vor allem durch die umgebenden Weichteile, Muskeln und Sehnen gewährleistet. Jedoch entscheidet es sich grundlegend von anderen großen Gelenken, z.B. dem Hüftgelenk, welches durch die entsprechenden knöchernen Strukturen äußerst streng formgeführt wird. Diese Weichteilführung des Schultergelenkes erlaubt zum einen eine enorme Beweglichkeit in allen Ebenen des Raumes, macht es allerdings jedoch auch verletzungsanfälliger für die entsprechenden umgebenden Weichteilstrukturen.

Impingement­syndrom

Hierbei handelt es sich um eine Enge des Gleitraumes unterhalb des Schulterdaches, die durch knöcherne Ausziehungen (Sporn, Arthrose des Schultereckgelenkes) entstehen kann und u.a. zu Schleimbeutelentzündungen und Reizungen der darunter laufenden Rotatorenmanschette führen kann.

Rotatoren­manschetten­ruptur

Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um einen den Oberarmkopf umgreifenden Sehnenkomplex, welcher für die Funktion des Schultergelenkes von entscheidender Bedeutung ist.

Bei Verletzungen der Rotatorenmanschette unterscheidet man grundsätzlich Verletzungen in Folge eines akuten Traumas sowie Einrisse in Folge von Verschleißprozessen, die meist im Alter über 50 Jahre auftreten.

Die Sehnen der Rotatorenmanschette werden klinisch, über Ultraschalldiagnostik und ggf. mittels Kernspintomographie untersucht. Anschließend muss beurteilt werden, ob diese genäht werden können. Dies kann grundsätzlich arthroskopisch als auch über eine offene Rekonstruktion erfolgen und muss im Einzelfall individuell entschieden werden.

Bei alten oder sehr großen Rissen kann im Einzelfall eine Rekonstruktion des Sehnenrisses nicht möglich sein.

Schulter­gelenk­luxation (Ausrenkung)

Hierbei handelt es sich um kein einheitliches Verletzungsmuster. Durch den hohen Bewegungsumfang, welchen die Schulter aufgrund ihrer Weichteilführung zulässt, ist ein Ausrenken an diesen Gelenken wahrscheinlicher als z.B. am Hüftgelenk.

Grundsätzlich muss unterschieden werden zwischen traumatischen Luxationen, die z.B. durch einen Unfall/Sturz ausgelöst werden und Luxationen, die primär ohne äußeres Unfallereignis durch schwache Kapsel-Band-Führung auftreten (habituelle Luxation).

Vor allem nach traumatischen Luxationsereignissen ist in der Regel eine operative Stabilisierung anzustreben, um wiederholte Luxationen und eine langfristige Schädigung des Schultergelenkes zu verhindern. Je nach Ausmaß der Instabilität kann die Operation arthroskopisch oder offen durchgeführt werden.

Endoprothetik des Schultergelenks

Wie auch an anderen Gelenken kann es am Schultergelenk zu Verschleißerscheinungen (Arthrose) kommen. Hier besteht die Möglichkeit des künstlichen Gelenkersatzes. Voraussetzung für eine zufriedenstellende Funktion und Einsetzbarkeit der entsprechend operierten Schulter ist bei einer anatomischen Prothese, die im individuellen Fall mit und ohne Pfannenersatz erfolgen kann, eine intakte, den Oberarmkopf umspannende Rotatorenmanschette.

Sollte gleichzeitig zum knöchernen Verschleiß (Arthrose) ein großer Sehnendefekt bestehen, kann über ein anatomisches Prothesenmodell keine gute Prothesenfunktion erreicht werden. In diesem Falle wird eine sogenannte inverse Schulterendoprothese, bei welcher die Gelenkanatomie umgekehrt (invers) ist implantiert. Dadurch wird die Biomechanik am Schultergelenk entsprechend verändert, sodass auch bei Fehlen der Rotatorenmanschette über die Kompensation mit dem Schulterkappenmuskel (Deltamuskel) ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erreichen ist.

Um hier letztlich eine geeignete Lösung anbieten zu können, ist eine ausführliche Untersuchung sowohl der knöchernen als auch der muskulären Strukturen erforderlich.

Ellenbogen­gelenks­verletzung

Wie am Schultergelenk können auch am Ellenbogen Verrenkungen und auch Brüche auftreten. Diese Verletzungen bedürfen einer sorgfältigen Abklärung und münden häufig in Bewegungseinschränkungen. Das Risiko für Spätfolgen kann aber durch eine exakte Abklärung sowie Rekonstruktion der Knochen- und Bandstrukturen vermindert werden. Neben sämtlichen diagnostischen Möglichkeiten und modernen Osteosyntheseverfahren stehen in der Abteilung daher spezialisierte Operateure zur Versorgung bereit (Zertifizierung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie durch die DVSE (Deutsche Vereinigung für Schulter und Ellenbogenchirurgie e.V.).

Ellenbogen­prothese

Sollte eine Rekonstruktion nicht möglich sein, besteht auch die Option des teilweisen oder vollständigen Gelenkersatzes, was allerdings mit einer lebenslangen Belastungseinschränkung einhergeht.

Wieder­herstellungs­chirurgie

Ein Trauma kann nicht nur eine Verletzung in Form eines Knochenbruches mit sich bringen, sondern auch erhebliche Folgen an dem umgebenden Weichteilmantel hinterlassen. Zudem kann es zu Fehlheilungen des Knochens kommen.

Zu Behebung derartiger Traumafolgen stehen verschiedene Techniken zur Verfügung:

Mesh-Graft

Das englische Wort „mesh“ (dt. „Gittergewebe“) zeigt an, dass es sich hierbei um ein netzähnliches Transplantat handelt. Dieses wird zunächst mit einer Art elektronischer Hobel (Dermatom) von der Spendestelle (hier wird die Oberschenkelvorderseite bevorzugt) entnommen. Hierbei wird die Lederhaut (Dermis) gespalten, was zu einem Nachwachsen der Haut an der Entnahmestelle führt und ein vitales Transplantat gibt. Mit einem speziellen Rollmesser wird dieses sogenannte Spalthauttransplantat dann eingeschnitten, es entsteht ein Netz. Je nach Folie lässt sich mit einem solchen Netztransplantat dann die drei- bis sechsfache Fläche decken.

Mesh-Grafts sind einfach zu gewinnen und zu transplantieren, man benötigt aber einen sehr sauberen Wundgrund (eine gute Weichteilkonditionierung im Vorfeld ist zwingend), sonst ist die Gefahr hoch, dass das Transplantat nicht anwächst und nekrotisch wird, also abstirbt.

Nach der Transplantation wird die Empfängerregion für zirka 3-5 Tage ohne Verbandswechsel verbunden, damit das Transplantat Zeit hat, anzuwachsen. Die Entnahmestelle wird häufiger verbunden und kann anfangs noch nässen oder bluten.

Vollhauttransplantat

Hier wird an einer Stelle des Körpers die Haut samt Unterhautgewebe gewonnen, die Entnahmestelle mittels primärer Naht verschlossen und der Defekt mittels des in der Größe unveränderten Transplantates verschlossen.

Lappenplastik

Hier kann es sich um reine Hautlappen handeln, es ist aber möglich, jedes Gewebe (Muskel, Knochen, Fett) mit oder ohne Haut sowohl gestielt (also mit seinen zugehörigen blutversorgenden Gefäßen und Nerven) als auch frei (das heißt, mit Anschluss der Blutgefäße an die Blutversorgung der neuen Umgebung) verpflanzt werden.

Hier besteht wir auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Zentrum für plastische Chirurgie an der BGU Murnau.

Korrekturosteotomien

Ein Knochenbruch als Traumafolge kann durch Verlust von Knochenstruktur (durch den Unfall selbst oder während der knöchernen Umbauprozesse in Folge) zu einer Abweichung der physiologischen Knochenausrichtung führen und in einer in Fehlstellung verheilten Knochen- oder Gelenkstellung resultieren. Hier können Bewegungseinschränkungen oder eine frühzeitige sekundäre Arthrose entstehen.

Unsere Abteilung bietet hier eine Vielzahl von korrektiven Operationstechniken, die das Ziel verfolgen, die physiologische Achsstellung wiederherzustellen:

Nach ausführlicher präoperativer Planung erfolgt eine gezielte Durchtrennung des betreffenden Knochens (Osteotomie) und führt so durch Entnahme (closed wedge) oder Einfügen eines Knochenkeils (open wedge) und/oder Rotation der Knochenenden zueinander zu einer Wiederherstellung der physiologischen Stellung.

Wirbel­säulen­chirurgie

Mögliche Ursachen für Verletzungen der Wirbelsäule sind, ähnlich wie bei Beckenbrüchen, Stürze aus großer Höhe, Verkehrsunfälle, Sportverletzungen aber auch (einfache) Stürze bei älteren Patienten mit reduzierter Knochenfestigkeit.

Wir behandeln sämtliche Akutverletzungen aber auch langsam auftretende Brüche bei Osteoporose. Individuell je nach Patient und Verletzungstyp kommen dabei sowohl konservative als auch operative Verfahren zur Anwendung.

Wir sind spezialisiert auf die Behandlung folgender Verletzungen:

  • Verletzungen der Brust- und Lendenwirbelsäule

  • Brüche infolge von Osteoporose oder Metastasen bei bösartigen Erkrankungen

Wirbelsäulen-Operationen finden Anwendung…

  • bei Wirbelsäulenversteifung und zur Wiederherstellung bei Brüchen (der Brust- und Lendenwirbelsäule)

  • zementverstärkte Fixateur intern bei verminderter Knochenfestigkeit oder Metastasen

  • Ballonkyphoplastie (Schmerztherapie bei Wirbelkörperfrakturen) zur perkutanen Zementaugmentation

Bei neurologischen Störungen und Verletzungen der Halswirbelsäule besteht eine enge Kooperation mit den Kollegen der Wirbelsäulenchirurgie und der Neurochirurgie der BGU Murnau.


Durch die exponierte Lage inmitten der umliegenden Wintersport- und Bergsportgebiete der Zugspitzregion werden neben der Bevölkerung aus der Region auch Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet und mit internationaler Herkunft betreut. Hierbei schätzen unsere Patienten die hohe Kompetenz und die langjährige Erfahrung unserer Operateure in der Versorgung und Betreuung. 


Die Abteilung ist als regionales Traumazentrum und als Alterstraumazentrum zertifiziert. Sie verfügt über speziell ausgebildete Fachkräfte für Sport-, Alters- und Kindertraumatologie. Die Versorgung von Patienten mit Polytrauma, Rückenmarksverletzungen oder schweren Schädelhirntraumata erfolgt mit der BG Unfallklinik Murnau, die eine ggf. notwendige Übernahme dieser Patienten in eine entsprechende Spezialabteilung jederzeit gewährleistet.
Viele unserer Mitarbeiter sind im bodengebundenen Rettungsdienst und in der Bergwacht tätig und stellen somit eine ideale Schnittstelle zur Klinik her.

24-Stunden Notaufnahme

Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen betreibt eine Zentrale Notaufnahme. 24 Stunden am Tag erfolgt eine hochwertige Notfallversorgung auf Facharztniveau.

Alle zur Diagnostik notwendigen apparativen Ausstattungen wie Labor, Sonographie, Röntgen und Schnittbilddiagnostik können zu jeder Zeit eingesetzt werden.